Svea Lundberg - Die stille Seite der Musik

Liebesromane unserer Zeit ala Sparks, Ahern, Patterson und Co

Moderatoren: Mondfrau, gini, mallory

Svea Lundberg - Die stille Seite der Musik

Beitragvon mallory » 05.07.2017, 13:47



Inhalt: Bei einem Autounfall wird Valentins Hand zertrümmert und seine Karriere als aufgehender Stern am Pianistenhimmel abrupt beendet. Nach Wochen voller Operationen und Rehamaßnahmen verordnet seine Mutter ihm Erholungsurlaub an der Ostsee. Auf dem Reiterhof seiner Tante lernt er den gehörlosen Florian kennen. Zwischen Stallausmisten und Strandausritten kommen die beiden sich langsam näher, aber Missverständnisse sind vorprogrammiert. Denn während Valentin alles dafür tun würde, um wieder Klavier spielen zu können, scheint Florian sein vermeintliches Handicap einfach wegzulächeln. Quelle: Autorin

Meine Meinung: Ich- und Gegenwartsform sind nicht gerade meine Favoriten, so dass ich nach den ersten Seiten nicht wirklich sicher war ob ich weiterlesen soll. Dazu kommt, dass mir im weiteren Verlauf der Geschichte die Protas manchmal etwas unausgewogen vorkamen. Da ist der Neunzehnjährige, dessen Lebensinhalt es scheinbar ist ein berühmter Pianist zu werden, der aber andererseits auf ein recht reges Sexualleben zurückblicken kann. Der nur sehr selten ausgehen darf, dann aber scheinbar nichts anbrennen lässt. Das hat für mich irgendwie nicht gepasst. Ebenso hat mich gestört dass man vom tauben Florian recht wenig erfährt, da Valentin, genannt Tino, die Geschichte aus seiner Sicht erzählt. So wird nicht klar, ob Flo nun ein schüchterner Teenager ist der noch gar nicht weiß welche sexuelle Orientierung er hat oder doch eher ein stilles Wasser, das schon viel mehr erlebt hat als Tino und damit auch ich als Leserin erfahren werden. Das waren so kleine Ausreißer in einer ansonsten sehr schönen, zärtlichen Geschichte, die mich jedes Mal gestört haben.
Vieles in der Geschichte blieb mir einfach zu unglaubwürdig für zwei so junge Männer, beinahe noch Jungs, anderes wiederum schien mir fast unangebracht realistisch (z.B. die lange Trennung in der die beiden anderweitig gebunden sind).
So kann ich nicht sagen dass mich die Story ausnahmslos begeistert hat, irgendwie schön fand ich sie aber trotzdem.

Meine Wertung:

4 von 5 :lesen

:stern
Etwas Muße braucht der Mensch, eine Blume und ein Buch.
Else Pannek (1932-2010)
Deutsche Lyrikerin
Benutzeravatar
mallory
Palastwache/Teilzeit-Todesquasslerin/Moderatorin
 
Beiträge: 54650
Registriert: 30.03.2006, 21:41
Wohnort: Reutlingen

Zurück zu zeitgenössische Liebesromane

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast