Dirk Greyson - Day und Knight

mörderische Spannung im Buch

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Dirk Greyson - Day und Knight

Beitragvon mallory » 30.10.2017, 20:11

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Inhalt: Als ehemaliger NSA-Mitarbeiter hat Dayton (Day) Ingram Erfahrungen als Hacker im Dienst der nationalen Sicherheit und arbeitet jetzt als technischer Analyst für Scorpion. Er sehnt sich nach dem Außendienst, und als er einen Angriff vereitelt bekommt er seine Chance. Er ist clever, mehrsprachig und ein Technologiemagier. Aber seine Chance hat einen Haken – einen Partner, Knighton (Knight), der ein echtes Rätsel ist. Trotz zahlloser Recherchestunden kann Day nichts über den Agenten finden, nicht einmal seinen Vornamen!

Der ehemalige Marine Knight hatte sich nach dem Verlust seiner Familie am Boden einer Flasche verkrochen. Nachdem er wieder trocken ist, bekommt er eine allerletzte Chance: zusammen mit Day eine terroristische Bedrohung aus Yucatàn auszuschalten. Um ohne Aufsehen zu erregen dorthin zu gelangen, machen Day und Knight eine Kreuzfahrt für Schwule mit, wo der, wenn es um seine sexuelle Orientierung geht, zutiefst verschwiegene Day und ein ebenso verschwiegener Knight als schwules Paar agieren müssen. Die Anspannung wächst, als Knight sich ausschweigt und Day sich gegen Knights unbarmherziges Verlangen nach Kontrolle sträubt.

Aber nach einer durchzechten Nacht wachen Day und Knight in einem Bett auf. Zusammen. Während sie ihrem Ziel näherkommen, müssen sie lernen, einander zu vertrauen und sich aufeinander zu verlassen. Nur so können sie das Terroristencamp infiltrieren und das Komplott gegen die technologische Infrastruktur der USA vereiteln. Nur dann können sie auf ein Leben nach der Mission hoffen.

Ein gemeinsames Leben. Quelle: Autor

Meine Meinung: Der Klappentext klingt um einiges aufregender als die Geschichte nachher tatsächlich ist, trotzdem hat sie mir gut gefallen. Der abweisende, grimmige Knight und der "Frischling" Day, der mehr als einmal Mordphantasien gegen seinen unfreiwilligen Partner hegt sind ein tolles Team. Meist konnte ich auch der Rahmenhandlung recht gut folgen, auch wenn ich natürlich nicht viel Ahnung von Cyber-Kriminalität habe und inwiefern die Erklärungen Days bzw. des Autoren nun realistisch sind. Die meisten Protagonisten der Kreuzfahrt sind erfreulich wenig klischeehaft, es gibt die ganz normalen langjährigen Paare ebenso wie die Aufreißer, die sich nicht scheuen ihrem Objekt der Begierde bereits im Fitnessraum ihre "Auslagen" zu zeigen. Auch die Aktionen der beiden Agenten im mexikanischen Dschungel sind gut und spannend beschrieben. Es gibt ein paar kleinere Kritikpunkte, darunter fallen die etwas holprigen Dialoge, die mich manchmal sogar irritiert haben. Vor allem in erotischen Szenen. Auch die Übersetzung ist manchmal ziemlich "deutsch-umgangssprachlich". Ich kann mir nicht vorstellen dass Sätze wie "er schaufelte sich sein Hühnchen, Rindfleisch, Reis und Gemüse...rein..." auf dem Mist des Autors gewachsen sind. Zum Glück halten sich diese "Ausfälle" in Grenzen.
Was mich allerdings das ganze Buch durch irritierte war die Aussage, dass Day aufgrund seines Aussehens für die Mission ausgewählt worden sei. :grübel Er spricht spanisch, doch mit "honigbrauner Haut und braunen Locken, nicht viel dunkler als die Hautfarbe" sieht man doch nicht zwingend mexikanisch aus, oder? Es ist nicht von Anfang an bekannt dass die beiden eine Kreuzfahrt für Schwule mitmachen werden und es weiß auch keiner dass Knight nicht so hetero ist wie angenommen. Warum also wird mehrfach betont dass Days Aussehen ihn für die Mission qualifiziert hat??? Ich hasse solche unlogischen Aussagen die mich dann noch ewig beschäftigen. :???:
Aber gut, alles in allem ist das Jammern auf hohem Niveau und auch wenn ich schon bessere Agentenromane gelesen habe so hat mir dieser doch gut genug gefallen um mir auch die Fortsetzung zu kaufen - sollte sie denn irgendwann übersetzt werden.

Meine Wertung:

4 von 5 :lesen

:stern
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Re: Dirk Greyson - Day und Knight

Beitragvon sabinett » 31.10.2017, 20:38

:zwinkern es gibt in Mexico nicht nur Leute (indios) mit pechschwarzen glatten Haaren, na ja aber überwiegend schon :augen
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Re: Dirk Greyson - Day und Knight

Beitragvon mallory » 31.10.2017, 22:16

Wohl wahr, der Durchschnittsdeutsche ist auch nicht blond und blauäugig, aber warum sollte genau dieses Aussehen so wichtig für seine Einstellung sein?? Er muss zum Zeitpunkt als er der Mission zugeteilt wird noch nicht den Liebhaber spielen, es ist nicht bekannt dass er auf einer schwulen Kreuzfahrt fährt, es ist nicht bekannt dass sein Partner schwul ist...Und er sieht nach dieser Beschreibung nicht wirklich so aus wie ich mir einen Durchschnittsmexikaner vorstelle. :???: Warum als sollte sein gutes Aussehen oder sein honigfarbener Teint eine wichtige Rolle für die Mission spielen? :???: Na gut, man muss nicht alles verstehen. :roll:
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