C.S. Poe - Mord in Key West

mörderische Spannung im Buch

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C.S. Poe - Mord in Key West

Beitragvon mallory » 18.09.2019, 21:18

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Mord in Key West

Inhalt: Aubrey Grant lebt im Stadtviertel Old Town des tropischen Paradieses Key West, hat ein hübsches Häuschen, eine schnuckelige Vespa und die großartige berufliche Aufgabe, das denkmalgeschützte Anwesen eines ehemaligen Kapitäns zu verwalten. Beim Besuch seines angehenden Freundes, dem erfolgreichen FBI-Agenten Jun Tanaka, der sich bei ihm etwas Erholung gönnen möchte, kann selbst Aubreys Narkolepsie die Vorfreude auf ihre Ferienpläne nicht trüben.
Doch dann macht ihnen ein Skelett in einem Schrank des historischen Smith-Hauses einen Strich durch die Rechnung. Obwohl Aubrey und Jun sich vorgenommen hatten, die gemeinsame Zeit zu genießen, führt sie die Identität des Skeletts zu einem über hundert Jahre alten Geheimnis. Sie entdecken die Geschichte eines Piratenkönigs und seines verloren geglaubten Schatzes sowie einen Mörder der Gegenwart, der vor nichts haltmacht, um die verborgenen Reichtümer aufzuspüren. Und als selbst der sein Unwesen treibende Mörder nicht ausreicht, um Aubrey von dem Chaos fernzuhalten, scheint ihn sogar der ruhelose Geist des verstorbenen Captain Smith zu warnen.
Möglicherweise wird sich die ungewöhnliche Kombination aus Agent und Historiker als genau richtig erweisen, um Licht in den Fall zu bringen und mit einer alten Tragödie von Key West abzuschließen. Während Aubrey jedoch der Schatzkarte folgt, könnte jeder falsche Schritt sein letzter sein. Quelle: Verlag

Warnung: Kann Sex zwischen Männern enthalten

Meine Meinung: Ich muss gestehen, mir ist das Buch zuerst aufgrund seines Covers aufgefallen. Erst danach habe ich den Klappentext gelesen, die Leseprobe und die hat mich dann so gut unterhalten dass ich nicht mehr widerstehen konnte.
Was mir an den meisten Kritiken bei Amazon und in verschiedenen Foren auffiel war, dass bemängelt wurde dass die beiden Jungs auf dem Cover mit den Protagonisten nicht übereinstimmen. Das kann man so tatsächlich nicht sagen, ich finde sogar, die beiden sind sehr gut wiedergegeben - nur eben mindestens 13 Jahre zu jung *g*. Daran kann man sich natürlich extrem stören - oder einfach das Cover ignorieren und sich mit einem sehr guten Krimi-Liebesroman amüsieren. Und amüsiert habe ich mich. Der Ich-Erzähler Aubrey hat einen herrlichen Humor, ist etwas überdreht, dabei aber sehr liebenswert. Sein Freund und recht schnell Geliebter Jun ist der ruhige, gelassene Gegenpol zu Aubreys etwas durchgedrehter Art. Doch obwohl Aubrey sich wohl wirklich nicht immer wie ein 38-jähriger verhält ist er in wichtigen Momenten logisch, vernünftig und intelligent. Also durchaus kein Spätpubertierender, sondern ein erwachsener Mann mit kleinen Macken. Interessant macht ihn auch seine seltene Krankheit, die Narkolepsie. Das war mal etwas ganz anderes und sehr ungewöhnlich.
Die Suche nach dem Mörder, die Motive und die geschichtlichen Nachforschungen fand ich sehr interessant und tatsächlich spannend. Ich hatte zwar einige Verdächtige (und schließlich zum Teil richtig getippt) doch auf diese Auflösung wäre ich nicht gekommen. Auch die tragische Geschichte des Skeletts im Schrank und ihr spätes Happy End fand ich sehr schön.
Kurzum, ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen, konnte mich kaum trennen und würde mir nun dringend wünschen die "Snow & Winter"-Reihe der Autorin würde auch übersetzt. Nicht, weil sie für das Verständnis von "Mord in Key West" nötig wäre sondern weil ich gerne unbedingt mehr von C.S. Poe lesen möchte. Und ja, auch weil ich hoffe die Vorgeschichte von Jun und Aubrey genauer zu erfahren.

Meine Wertung:

5 von 5 :lesen

:stern
Etwas Muße braucht der Mensch, eine Blume und ein Buch.
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