Susann Julieva - Thorn & Finster. Geisternebel

...wenn es denn mal etwas anderes als ein Liebesroman sein soll;)

Moderatoren: mallory, Mondfrau

Susann Julieva - Thorn & Finster. Geisternebel

Beitragvon mallory » 17.10.2019, 15:32

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Thorn & Finster. Geisternebel

Inhalt: Eigentlich wollte Werwolf Caleb Thorn sich in dem abgelegenen Haus von seinem schweren Unfall erholen und lernen, mit dem Verlust seines Beins klarzukommen. Doch statt heilsamer Ruhe erwartet ihn eine unheimliche Geistererscheinung.
Notgedrungen wendet sich Caleb an seinen kratzbürstigen Nachbarn Kaz Finster, ein Medium, das sich mit paranormalen Phänomenen auskennt. Aber ein dunkler Fluch zwingt Kaz, seine Mitmenschen auf Abstand zu halten.
Obwohl es für Kaz gefährlich ist, entwickelt sich zwischen beiden eine Freundschaft, denn Caleb übt eine seltsame Faszination auf ihn aus und auch Caleb zieht es unaufhaltsam zu Kaz. Unterdessen steigert sich der Spuk zur mörderischen Bedrohung... Quelle: Verlag

Meine Meinung: Vielversprechender Serienbeginn…

...auch wenn ich immer noch auf die Fortsetzung der Serie warte ;) Die Atmosphäre der Geschichte ist richtig gut. Das Haus, in dem Caleb Thorn sich von einem Unfall erholen, sein Leben neu überdenken und von seiner Familie etwas Abstand gewinnen will ist düster und schäbig, das Wetter schlecht, die Gegend einsam, das etwas entfernte Dorf bleibt fremd und wirkt verlassen, obwohl man ein paar Bewohner kennenlernt. Die Autorin konzentriert sich weitgehend auf den Werwolf Caleb, das Medium Kazuo Finster, zur Einsamkeit und Unsterblichkeit verflucht und dessen Mitbewohnerin, die Hexe Cleo, die in einem Katzenkörper gefangen ist. Alle anderen Protagonisten tauchen nur am Rande auf. Dadurch wirkt die Geschichte schon düster und beklemmend bevor die Geistererscheinungen gefährlicher werden, was für einen guten Spukroman natürlich die perfekte Voraussetzung ist.
Die Geistergeschichte hat mir richtig gut gefallen, sie ist spannend und versteht zu fesseln. Einen Stern ziehe ich dafür ab dass sie leider etwas abrupt endet und einige wichtige Fäden der Geschichte nach der Auflösung des Spuks im Haus nicht mehr weiter verfolgt werden, was ich sehr schade finde. Gerade Motiv und Person des Auslösers des Spuks hätten mich sehr interessiert und so war ich enttäuscht dass da keine Erklärung mehr kam.
Die Geschichte zwischen Caleb und Kaz ist mal etwas ganz anderes. Ich hatte die klassische Gay Romance erwartet doch weder gibt es Erotik noch Liebe, nur ein tiefes Gefühl der Verbundenheit, das so nicht sein darf, da auf Kaz, wie schon erwähnt, ein Fluch lastet. So ist nicht abzusehen wie es mit den beiden Protagonisten weitergehen soll. Hoffnung macht das letzte Kapitel, das dazu noch den Wunsch weckt, die Serie so bald als möglich weiterverfolgen zu können. Leider habe ich das Buch bereits vor einem Jahr gelesen und gerade einen re-read gemacht und es ist immer noch keine Fortsetzung in Sicht. Aber gut, dafür darf ich mich über die Fortsetzung von „Refugium“ freuen die auch schon auf meinem kindle wartet. Man kann einfach nicht alles haben. Wollen aber natürlich schon… ;)

Meine Wertung:

4 von 5 :lesen

:stern
Etwas Muße braucht der Mensch, eine Blume und ein Buch.
Else Pannek (1932-2010)
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