Lilly Labord/Kay Noa: Whitehall Shadows. No Fairytales in...

...wenn es denn mal etwas anderes als ein Liebesroman sein soll;)

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Lilly Labord/Kay Noa: Whitehall Shadows. No Fairytales in...

Beitragvon mallory » 09.11.2017, 20:18

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Lilly Labord/Kay Noa: Whitehall Shadows. No Fairytales in Cornwall

Inhalt: Vampire in Cornwall?
Lara Wesson ist stolz und voller Vorfreude, als sie zu einer geheimen Sondereinheit von Scotland Yard versetzt wird: Der DIA.
Ihr neuer Partner im Job, Chief Inspector Fionn Byrne, scheint hingegen nicht begeistert von der jungen Kollegin.
Während sie ins malerische Cornwall reisen, um ihren ersten gemeinsamen Fall zu lösen, kommt es schnell zu Konflikten zwischen der taffen, lockeren Lara und dem sehr britischen und stets bestens gekleideten Fionn.
Während Lara herausfindet, dass sich hinter der Abkürzung DIA eine ganze, geheimnisvolle Welt auftut, werden nachts auf dem Moor Unschuldige gejagt.
Die beiden gegensätzlichen Ermittler geraten in höchste Gefahr: Jemand will nicht nur verhindern, dass sie einen Mord aufklären, sondern Lara und Fionn ein für alle Mal aus der Welt schaffen. Nur, wenn es ihnen gelingt, sich zusammenzuraufen, können sie hoffen, diesen herausfordernden Fall zu lösen und ihrem unerbittlichen Widersacher zu entgehen.

Meine Meinung: Unterhaltsam! Das ist das Wort das mir zu diesem Roman als erstes einfällt. Die Wortgefechte zwischen Fionn und Lara sind zum Teil sehr vergnüglich, doch im Laufe des Buches gehen die Autorinnen in ihrer Charakterzeichnung der beiden Hauptpersonen auch in die Tiefe. So erfährt man von Fionns Geheimnis und von Laras Komplexen gegenüber ihrem adligen, distinguierten Kollegen und dessen Gesellschaftsschicht. Das würde das Ghetto-Girl von der Sitte zwar nie zugeben aber als Leserin erfährt man zum Glück mehr denn die Buch-Kollegen. Dazu kommt dass Lara keine Ahnung hat in welche Sonderabteilung sie sich beworben hat und Fionn möchte ihr nichts verraten weil seine Partner leider die Angewohnheit haben im Dienst schwer verletzt zu werden oder gleich zu sterben, daher geht er davon aus, dass sie eh nicht lange seine Partnerin bleiben wird.
Was mich zu Anfang - und leider auch über eine lange Strecke des Romans - überhaupt nicht fesseln konnte war der Kriminalfall. Ein junger Flüchtling wird nackt und tot am Fuß der Klippen von St. Ives gefunden, seine Freundin, die lange nach ihm gesucht hatte, ist spurlos verschwunden. Die Einheimischen mauern und sind abweisend, die Oberschicht findet das alles ja ganz schrecklich aber was geht sie das an. Und die Bewohner der Schattenwelt zeigen sich nicht, sind überdurchschnittlich aggressiv oder werden umgebracht. So sind die Ermittlungen leider etwas schleppend und verstanden lange nicht mein Interesse wach zu halten. Erst ca. im letzten Drittel kommt buchstäblich Action auf und dann wird der Roman noch richtig spannend.

Fazit: Interessante Protagonisten, der "Oberschicht-Fuzzi" und das "Ghetto-Girl", zum Teil humorvolle Dialoge, eine Heldin, die den Helden auch mal retten muss und eine paranormale Schattenwelt über die ich gerne mehr erfahren würde. Das Buch konnte mich nicht komplett überzeugen aber ich würde trotzdem gerne einen zweiten Teil lesen. Schon alleine um herauszufinden ob aus Fionn und Lara irgendwann mal mehr als widerwillige Kollegen werden könnten.

Meine Wertung:

4 von 5 :lesen

:stern
Etwas Muße braucht der Mensch, eine Blume und ein Buch.
Else Pannek (1932-2010)
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