Justin C. Skylark - Schatten über Asbury Isle

historische Liebesromane deren Geschichte in Amerika spielt

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Justin C. Skylark - Schatten über Asbury Isle

Beitragvon mallory » 28.11.2017, 19:19

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Schatten über Asbury Isle

Inhalt: Deputy Rick Mason und sein Freund Sam möchten im idyllischen Badeort Asbury Isle ein neues Leben beginnen. Doch die konservativen Inselbewohner machen es dem Paar nicht leicht. Zudem terrorisiert ein Hai die beliebte Küste der Insel und Rick sieht sich gezwungen, den Kampf gegen Intoleranz und Raubfisch aufzunehmen.
Doch hat er eine Chance?

Meine Meinung: Ich war tatsächlich unentschlossen ob ich den Roman überhaupt unter "Liebesroman" einordnen soll oder nicht eher unter "sonstige Genre". Das Buch basiert auf denselben Ereignissen von 1916, die auch dem Buch "Jaws" bzw dem Film "Der weiße Hai" zugrunde liegen.
Anfangs hatte ich immer wieder Probleme mit dem Schreibstil des Autors. Abschnitte wie z.B. Augenblicklich ereilten ihn Stimmen und das Klingeln des Telefons. Den freien Kopf wollte er bewahren; zumindest während der Arbeitszeit. fand ich etwas gestelzt, mit dem zweiten Satz konnte ich im Zusammenhang gar nichts anfangen.
So war ich schon recht skeptisch ob mich das Buch noch würde fesseln können.
Handlungstechnisch wird schon bald eine recht spannende Geschichte daraus. Doch wo "Der weiße Hai" die Geschichte reißerisch aufarbeitet setzt der Autor bei diesem Buch wissenschaftlich an. Man erfährt viel über Haie, zum Glück aber nicht dozierend sondern eben im Lauf von Unterhaltungen zwischen Deputy Rick und Ichtyologe Tyler, die sich auf die Jagd nach dem weißen Hai machen, der im Laufe der Ereignisse zwei Schwimmer tötet und zwei Leute verletzt.
Das ist interessant, zum Teil auch spannend und hat Action, doch die Liebesgeschichte bleibt dabei auf der Strecke. Der Autor konzentriert sich so sehr auf die Jagd nach dem Hai und auf das Zusammenspiel zwischen Rick und Tyler, dass ich eigentlich insgeheim ständig darauf wartete dass sich die beiden Männer irgendwann in die Arme fallen. Ricks Lebensgefährte Sam blieb dabei einfach nur blass, er war nur der Kerl im Hintergrund, der aufgrund seiner Erlebnisse in New York Panikattacken und Eifersuchtsanfälle hatte und immer mal wieder rumheulte. Und mit dem Rick Sex hatte wenn er zwischendurch mal heim kam.
Erst im letzten Viertel erfuhr man warum sich Sam so verhält, bis dahin war er ein netter, aber labiler Typ, dessen Charakterisierung leider nicht weiter in die Tiefe ging.

Fazit: Die Abenteuergeschichte um eine Hai-Jagd ist gut gelungen, die Liebesgeschichte leider zu blass und beiläufig.

Meine Wertung:

etwas enttäuschte 3,5 von 5 :lesen

:stern
Etwas Muße braucht der Mensch, eine Blume und ein Buch.
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