Anna Staub - Die neue Schulmeisterin: Green Hollow II

historische Liebesromane deren Geschichte in Amerika spielt

Moderatoren: mallory, Mondfrau, gini

Anna Staub - Die neue Schulmeisterin: Green Hollow II

Beitragvon mallory » 26.12.2015, 21:31



Inhalt: Green Hollow, 1871: Charly van Halen ist ein Tollpatsch und nur so ist es zu erklären, dass die Bürger von Green Hollow einen Schulmeister namens Charles erwartet haben und keine junge Lehrerin namens Charlotte. In Ermangelung einer Alternative kommt man schließlich überein, der jungen Frau eine Chance zu geben, ein anderer Lehrer hatte sich ja bisher nicht auf das Stellenangebot, in einer kleinen Stadt im Wilden Westen die Kinder zu unterrichten, gemeldet. Mit den Kindern läuft auch alles bald gut doch ständig passieren Charly irgendwelche Missgeschicke und seltsamerweise ist meist der wortkarge Bill Sullivan zur Stelle um sie zu retten. Bill, der eigentlich nach dem frühen Tod seiner Frau vor fünf Jahren allen Frauen abgeschworen hatte ist von der lebhaften, fröhlichen Lehrerin irgendwann komplett überrumpelt und verwirrt und wehrt sich gegen seine Gefühle für sie, schließlich hatte er sich geschworen sich nicht wieder durch die Liebe so verletzlich zu machen. Charly wiederum kann nicht verstehen warum Bill sie immer wieder abweist um im nächsten Moment wieder mit ihr zu flirten. So ergibt sich eine bittersüße Liebesgeschichte, in deren Verlauf erst einige ernstere Ereignisse passieren müssen bevor Bill endlich seine Angst vor einer neuen Liebe überwinden kann. Doch will Charly ihn nach all der Zeit immer noch?

Meine Meinung: Eigentlich ist es für mich ein Grund ein Buch gar nicht erst anzufangen wenn ich lesen muss dass die Heldin tollpatschig ist. Ich mag es nicht wenn eine Prota von einem Fettnäpfchen ins nächste tritt. Doch da ich gerne wissen wollte wie es mit den Sullivan-Brüdern und den Bewohnern von Green Hollow weitergeht habe ich Charly und ihrer Geschichte doch eine Chance gegeben. Und war angenehm überrascht. Ja, Charly passieren immer wieder Unfälle, doch der Hergang ist jedes Mal nachvollziehbar und auch wenn es ihr furchtbar peinlich ist so ist es nichts was nicht auch jemand anderem passieren könnte. So trat der Effekt des Fremdschämens, den ich erwartet hatte, in keiner Minute ein. Dazu kommt dass sie eine absolute positive, fröhliche Person ist die sich schon weitgehend mit ihrer Tollpatschigkeit abgefunden hat. Als Kontrast zu Charlys übersprudelnder, lebhafter Person hat sich die Autorin mit Bill einen komplett gegensätzlich Charakter ausgedacht. Bill spricht nur das Nötigste, ist immer ernst und trauert nach fünf Jahren immer noch um seine Frau. Es hat mir sehr gut gefallen den Fortgang der Liebesirrungen und -wirrungen zwischen den beiden mitzuerleben und das Happy End hinterließ ein wirkliches Wohlgefühl bei mir.
Hart nur, dass die Autorin ans Ende der Geschichte eine Leseprobe für Teil 3 gestellt hat, in der Josh Sullivan auch endlich die Liebe seines Lebens finden soll. Leider gibt es bisher nichts als die Leseprobe, was meine Geduld schon auf eine harte Probe stellt. :roll:

Meine Wertung:

5 von 5 :lesen

:stern
Etwas Muße braucht der Mensch, eine Blume und ein Buch.
Else Pannek (1932-2010)
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