Mord steht ihr gut - Sarah Strohmeyer

Liebesromane mit Witz, Sarkasmus und starken Frauen

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Mord steht ihr gut - Sarah Strohmeyer

Beitragvon patwelli » 28.05.2009, 20:03

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Mord steht ihr gut.
Sarah Strohmeyer und Martin Richter
Heyne 2004-01-01 Taschenbuch 334 Seiten

OT: Bubbles in Trouble


Inhalt

Als ihre Freundin Janice nicht vor dem Altar auftaucht und wenig später auch noch Onkel Elwood tot aufgefunden wird, beschließt Bubbles Yablonsky, Hairstylistin, aufstrebende Reporterin und Hobby Detektivin, mit Leidenschaft für Highheels und Dekollete, undercover zu ermitteln. Da Janice aus einer Gemeinde der Amish People stammt, bedeutet das für Bubbles: kein heißes Bad, kein Minirock, kein Make-up. Ein Freundschaftsbeweis, den Janice zu schätzen wissen wird, sobald sie wieder auftaucht. Hofft Bubbles und behält ihr Ziel fest im Blick. Quelle: Heyne

Die Autorin

Sarah Strohmeyer, aufgewachsen in Bethlehem, Pennsylvania, hat viele Jahre als Journalistin gearbeitet. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Montpelier, Vermont. Nach -Mord war erst der Anfang- ist -Mord steht ihr gut- der zweite Band der witzig-bissigen Krimiserie mit der hinreißend komischen Bubbles Yablonsky als Heldin.

Meine Meinung

Man darf dieses Buch einfach nicht ernst nehmen. Es ist Klamauk - aber grade noch an der Grenze zum Humorvollen, nicht zu klamaukig. Wenn man mit dieser Einstellung an die Geschichte herangeht, bekommt man ein nettes und witziges Lesevergnügen, in dem natürlich jedes Klischee bedient wird und es immer genau so kommt, wie es nicht kommen soll. Übrigens kann man das Buch auch sehr gut ohne den Vorgänger lesen, es gibt zwar ein paar Andeutungen, aber mir hat nichts gefehlt beim Lesen.

Bubbles - was für ein entsetzlicher Name - gerät undercover in eine Amish Gemeinde, mischt sie ein bisschen auf und ist nie um eine Ausrede verlegen. Als Hairstylistin shamponiert sie dann auch schon mal Kühe oder gibt ihren Nagellack als Mittel gegen Fußpilz an den Zehennägeln aus - erfindungsreich ist sie ja. Mit ihr im Boot ist dann auch noch ihre Mutter und deren schießfreudige Freundin, die ständig auf Männerfang sind, ihre 16jährige Tochter und deren Hippiefreund, bei denen Bubbles ständig Angst hat, dass sie ihre Fehler wiederholt und natürlich noch Steve Stiletto, ein umwerfend gutaussehender Photograph, auf den Bubbles mehr als ein Auge geworfen hat. Sie geraten ständig in irgendwelche abstruse Situationen, aus denen sie sich mit sehr viel Einfallsreichtum wieder befreien. Weiter kann man hier eigentlich nicht mehr viel zu sagen, man muss es einfach selber lesen.

Schaut man aber ein bisschen hinter das Buch, so findet man durchaus einige ernste Themen. Da sind zum einem natürlich die Amishen, die mit ihrer Lebensweise oft auf Unverständnis stoßen, sie aber für sich entschieden habe, was ihnen im Leben wichtig ist. Hier erfährt man auf eine unterhaltsame Weise ein bisschen über ihre Regeln, die aber auch nicht ins Lächerliche gezogen werden. Bubbles versucht sich auf ihre Art anzupassen, und entdeckt für sich dann auch völlig neue Seiten. Und sie bemerkt, dass es nicht unbedingt einen Minirock braucht, um sexy zu sein - wobei ich persönlich einen Minirock eh noch nie sexy fand.

Zum anderen ist da der Konflikt zwischen Bubbles und ihrer 16jährigen Tochter Jane, die sie als Teenager bekommen hat. Sie hat ständig Angst, dass Jane in ihre Fußstapfen tritt, dabei ist Jane hochintelligent und an ganz anderen Dingen interessiert. Im Laufe der Geschichte wird deutlich, dass man seinen Teenagerkindern mehr vertrauen und auch zutrauen sollte, sie sehen ja, was man selbst einem vorlebt und sind durchaus in der Lage, für sich zu entscheiden, wie gravierend die Fehler der Eltern eigentlich waren. Und außerdem habe ich noch nie verstanden, wieso sich Eltern bei ihren Kinder über Fehler aufregen, die sie selbst auch gemacht haben, sie müssten dann doch bestens wissen, wie man dazu kommt. Oder gibt man, wenn man Eltern wird, automatisch seine Erinnerungen an die eigene Teenagerzeit auf Nimmerwiedersehen ab? Eltern, die selber rauchen oder trinken können doch nicht wirklich erwarten, dass ihre Kinder abstinent leben.

Ich habe das Buch so zwischendurch immer mal ein paar Seiten gelesen, so war nicht zu viel Klamauk auf einmal *g*. Witzig war es schon und mit Steve hatte es durchaus auch seine sexy Seiten.

3 von 5 Punkten, amüsante Lektüre für Zwischendurch.

:stern
Meine verwendeten Bilder habe ich entweder selbst erstellt oder sie kommen von dieser Seite

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