Die zehn besten Tage meines Lebens von Adena Halpern

Liebesromane mit Witz, Sarkasmus und starken Frauen

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Die zehn besten Tage meines Lebens von Adena Halpern

Beitragvon SchneeMcKettrick » 07.04.2008, 21:36

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Die zehn besten Tage meines Lebens: Roman
Adena Halpern
Heyne Verlag 2008-03-17 Taschenbuch 336 Seiten

Klappentext:
Noch keine dreißig Jahre alt, wird Alex mit ihrem Pocket Beagle in L.A. überfahren. Überraschend findet sie sich im Siebten Himmel wieder. Dort gehören begehbare Schuhschränke genauso zum Alltag wie das bewegende Wiedersehen mit ihren verstorbenen Großeltern. Doch Schutzengel Deborah funkt dazwischen. Mit einem Aufsatz über die zehn besten Tage ihres Lebens muss Alex erst beweisen, dass sie den Siebten Himmel verdient hat und ihr Leben nicht nur mit der sinnlosen Jagd nach dem neuesten Designerfummel zugebracht hat. Aber trifft nicht genau das zu?

Meine Rezension:
Alexandra geht mit ihrem Hund Peaches spazieren, als sie von einem Auto erfasst wird und sich plötzlich tot im Himmel wiederfindet.
Neben all den Verlust ihres irdischen Lebens, ist Alex sehr erfreut, als sie die Vorteile des Himmels bemerkt: Ihre Großeltern und ihr Lieblingsonkel sind da, das Haus ihrer Träume mit Zimmern voller Designerkleider warten auf sie, und auch ihr Nachbar scheint sich als Traumprinz zu entpuppen.
Bevor Alex den neuen Luxus voll auskosten kann, steht ihr neues Heim auch schon wieder auf der Kippe. Alex ist zwar automatisch im 7.Himmel gelandet, muss sich den Aufenthalt aber erst durch einen Aufsatz über die die zehn besten Tage ihres Lebens verdienen…

„Die zehn besten Tage meines Lebens“ ist ein unterhaltsames und kurzweiliges Lesevergnügen.
Das Hauptaugenmerk des Romans liegt auf der Vergangenheit der Protagonistin, die lange dazu brauchte, ein Ziel im Leben zu finden. Ihre Orientierungslosigkeit in Sachen Zukunft dürfte so mach einer Frau bekannt vorkommen.
Die Beschreibung des Himmels ist einfach fantastisch. Die Vorstellung, dass alle Wünsche erfüllt werden, das Haus sich selbst aufräumt und dass das Essen keine Kalorien hat war erfrischend von der Autorin verfasst und lädt zum träumen ein.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und flüssig zu lesen. Ab und zu vermisste ich eine gewisse Tiefe in den Charakteren, besonders bei Alexandra. Man lernt sie zwar kennen, aber nicht lieben. Alles wurde humorvoll unterlegt, selbst ernstere Themen verloren dadurch den Anker der Ernsthaftigkeit und kamen leicht albern daher. Mit einem gezielten Blick hinter die Blödelei sollte der Leser aber erkennen, dass oft besonders ernste Sachen lustig erzählt werden um den Schmerz darüber zu vertuschen. Vielleicht ist das auch so bei Alexandra;)

Bewertung:
9 von 10 Punkten

:stern
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Beitragvon Gänseblümchen » 09.04.2008, 09:07

Danke für die Rezi. Um das Buch bin ich schon im Laden herrum getiegert. Nun steht es auf meiner WL :habenwollen
Bücher sind wie Salzwasser. Je mehr man davon trinkt, desto durstiger wird man.

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Beitragvon Mai » 12.04.2008, 15:12

Das Buch habe ich mir auch neulich gekauft,
subbt aber noch bei mir rum :oops:

Werde es aber sicherlich bald lesen ;)
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Beitragvon blaueblume1 » 17.04.2008, 14:20

Hat mir auch sehr gut gefallen, bei den kleinen Kritikpunkten stimme ich schnee zu ;)
Note: 1-
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Beitragvon minx » 17.04.2008, 14:30

hm, gibt es da auch eine liebesgeschichte oder geht es nur um die protagonistin?
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Beitragvon SchneeMcKettrick » 17.04.2008, 15:36

So hab ich es in meiner Reui geschrieben: "Das Hauptaugenmerk des Romans liegt auf der Vergangenheit der Protagonistin, die lange dazu brauchte, ein Ziel im Leben zu finden. "

Ist ja ein chick lit, und in diesem muss die Liebe NICHT die größte Rolle einnehmen. Bei diesem läuft sie eher nebenher, hat eine nicht so gewichtige Rolle.
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Beitragvon minx » 17.04.2008, 17:18

nun ja, auch wenn das hauptaugenmerk der buches auf der vergangenheit der protagonistin liegt KANN eine liebesgeschichte enthalten sein - oder eben nicht (wäre dann woman's ficiton, manchmal auch mainstream). DAS wurde mir aus deiner rezi nicht ganz klar.

was chick-lit bedeutet ist mir übrigens klar, trotzdem danke für die aufklärung. :cool:
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Beitragvon ina » 05.07.2008, 22:00

"Die 10 besten Tage meines Lebens" hat mir richtig gut gefallen, vor allem die Darstellung des 7.Himmels - wollen wir da nicht mal alle hin? ;)

Besonders gut gefallen hat mir die Stelle als sie ihre Eltern besucht und ihnen von ihrem "neuen" Leben erzählt hat.

Alles in allem ein wirklich gutes Buch für einen schönen Nachmittag! :D
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Beitragvon Drixi » 01.09.2008, 09:14

Ich fand es auch wirklich superschön!! Was ich allerdings etwas nervig fand, dass zumindest in der ersten Hälfte ständig davon geredet wurde das sie ja als "biologisches Wunder" zur Welt kam :roll: Irgendwann hat man es ja verstanden ;)

Aber insgesamt super, 4,5 von 5 Punkten!
Zuletzt geändert von Drixi am 02.09.2008, 07:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Nat » 01.09.2008, 16:35

Von mir kriegt der ganz klar 10 Punkte - Ich liebe dieses Buch! Hab es
wahnsinnig gern gelesen!
Es ist einfach superlustig, man kann eine Entwicklung beobachten, d.h. es ist
nicht nur bloß platte Unterhaltung, sondern regt durchaus zum Mit- und
Nachdenken an und es ist flüssig geschrieben: Man kann es in einem weg
lesen oder in 'Häppchen'.
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Beitragvon jala68 » 15.03.2009, 19:26

Von mir bekommt das Buch 5 von 5 Punkten. :D
Ich fand es einfach wundervoll. Ich habe teilweise herzlich gelacht und bei dem Besuch der Eltern konnte ich mir ein Tränchen nicht ganz verkneifen.

Übrigens, natürlich geht es in dem Buch um Liebe!
Jedoch weniger um die Liebe zwischen Mann und Frau, als allgemein um die Liebe in der Welt bzw. in der Familie. Zu ihren Eltern, Großeltern und Freunden. ;)
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Beitragvon lathrada » 14.05.2009, 19:04

Meine Einschätzung:

Das Buch war unterhaltsam aber mehr auch schon wieder nicht. Es ist kurzweilig und einfach und flüssig zu lesen. Jedoch fehlte mir die Tiefe in diesem Roman.

Alexandra war und ist mir von Anfang an nicht wirklich sympathisch gewesen, man lernt sie zwar etwas kennen, aber ob das positiv dazu beiträgt, dass man sie nett findet, bezweifle ich stark.

Die Vorstellung vom 7. Himmel fand ich etwas zu extrem und zu romantisiert. Klar klingt es nett, aber wie gesagt meiner Meinung nach zu übertrieben.

Die Idee hinter diesem Buch finde ich ausgesprochen toll, jedoch bin ich mit der Umsetzung nicht zufrieden.

Größter Kritikpunkt: Das Ende war etwas zu plötzlich. Man liest noch mitten in Alexandras Vergangenheit aufeinmal kommt ein kleiner Zeitsprung und das Buch ist zu Ende.

Alles in allem: 3 von 5 Punkten.
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