Robyn Carr - Der Liebeshandel

Liebesromane, die in der Vergangenheit spielen und in keine andere Kategorie passen

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Robyn Carr - Der Liebeshandel

Beitragvon Luckydaisy » 05.07.2009, 19:08

Der Liebeshandel. Roman.
Robyn Carr
Droemer Knaur 1992-02 Broschiert

Klappentext:
London 17. Jh. - es ist eine Zeit der rauschenden Feste am Hofe des lebenslustigen Charles II. Durch einen skrupellosen Handel gerät die junge schöne Magd Alicia in die intrigante Hofgesellschaft. Sie schlüpft in die Rolle der verschollenen reichen Erbin Charlotte Bellamy die keiner persönlich kennt und heiratet den ehrgeizigen Lord Geoffrey Seavers. Doch diese Ehe ist bedroht. Rache Machtgier und abgrundtiefer Haß bringen Alicias neue Stellung ins Wanken. Wird sie jemals an der Seite des geliebten Mannes ihr Glück finden können.
Quelle: Droemer Knaur

Meine Inhaltsangabe:
King Charles ist nach Cromwells Sturz endlich an der Macht. Ein König mit jede Menge Probleme: Ein zerrüttetes Land und kein Geld in der Staatskasse. So kommt ihm die Erbin Charlotte Bellamy gerade recht: Ihre beachtliche Aussteuer in den Händen des ehrgeizigen Geoffrey Seaver könnte helfen, eine Schiffahrtsflotte auf die Füsse zu stellen die weiteres Geld in Charles Kassen spült....
So wird also ein Diener Geoffreys damit beauftragt, die sagenumwobene Erbin aufzugabeln und dem künftigen Bräutigam zuzuführen. Die Erbin ist jedoch wie vom Erdboden verschluckt und in seiner Verzweiflung überredet der Diener das Schankmädchen Alicia die Rolle der ominösen Erbin einzunehmen.
Soweit so gut, alles scheint gut zu gehen bis Gefahr droht und die Intrige aufzufliegen scheint. Aber auch Alicia hat mit dem geld,- und machtbesessenen Ehemann ihre liebe Not da dieser an einer "echten" Ehe so gar kein Interesse hat...

Meine Wertung:
Schwierig Schwierig hier eine objektive Rezi abzuliefern. Zum einen gefällt mir die Plot unheimlich gut, weil ich hier als Leserin viel erfahre über die Zeit der Restauration die ja von den meisten Autorinnen eher schmählich behandelt wird. Außerdem finde ich die ganze Storyline enorm aufwändig, da es sich nicht um einen "einfachen" Liebesroman handelt, sondern sehr viel historische Details und viel "Drumrum" um die Lovestory stattfindet.
Für eingefleischte Liro-Leserinnen könnte sich dies aber auch als nachteilig entpuppen, da die Liebesgeschichte selbst eher am Rande statt findet. Mir war bis zum Ende des Buches nicht wirklich klar, warum die beiden sich nun lieben und sich so fürchterlich angestellt haben, zueinander zu finden. Auch ist die Story relativ gefühlsarm geschildert, es tauchen fast nie große romantische Situationen auf und auch nach ausführlichen Sexszenen sucht man vergeblich.

Dennoch möchte ich dem Roman doch eine recht hohe Punktzahl geben weil Robyn Carr hier wirklich einen tollen historischen Frauenroman zu Papier gebracht hat. Ich möchte diesen Roman also eher die "Historischen Frauenroman-Leserinnen" ans Herz legen und gebe deshalb:
4 von 5 Punkten

:stern
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Beitragvon mallory » 05.07.2009, 19:28

:sad Ich hatte mir ja was anderes erhofft.
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mallory
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