Amanda Cabot – A Borrowed Dream

Liebesromane, die in der Vergangenheit spielen und in keine andere Kategorie passen

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Amanda Cabot – A Borrowed Dream

Beitragvon Betty » 21.03.2018, 12:11

Der Roman „A Borrowed Dream“ von Amanda Cabot beginnt im Januar 1881 und spielt in Cimarron Creek. Catherine Whitfield ist dort Lehrerin. Vor vier Monaten ist ihrer Mutter verstorben. Eine gute Freundin ist ihr Lydia die junge Frau von Cousin Travis, der auch der Sheriff des Ortes ist.

Schnell verbreitet sich die Nachricht, dass sich auf der Saylor Ranch ein neuer Nachbar niedergelassen hat. Der Witwer Austin Goddard soll jung und gutaussehend sein, seine Tochter Hannah ist im Schulalter. Mrs Moore führt ihm den Haushalt und ihr Sohn Kevin hilft auf der Ranch. Die 6-jährige Hannah ist nach der wochenlangen Flucht, von der niemand am neuen Ort etwas wissend darf, immer noch verstört, still und appetitlos. Der Bösewicht Sherman Enright und seine Handlanger sind auf der Suche nach ihnen. Austin Goddard ist eigentlich Arzt und spezialisiert auf die chirurgische Behandlung von Narben und Entstellungen. Enright hat das Wohl seiner Tochter bedroht, damit er ihm in einer Gesichts-OP ein anderes Aussehen gibt und er unerkannt seine Verbrechen fortsetzen kann. Doch Austin konnte mit seiner Tochter knapp noch entkommen und ist seitdem auf der Flucht.

Trotz der sofort einsetzenden Verkupplungsversuche ihres Umfeldes, ist Catherine nicht auf der Suche nach einem Mann, da erst im letzten Sommer ihr Herz gebrochen wurde. Ihr ehemaliger Verehrer ist damals einer anderen Frau nachgestiegen. Allerdings ist eine Begegnung mit Austin schon zu Hannahs erstem Schultag unvermeidlich. Catherine versorgt die Kinder auch medizinisch selbst, seit der Erkrankung ihrer Mutter traut sie dem örtlichen Arzt nicht mehr über den Weg. Er kann nur immerzu zur Aderlassen oder andere mittelalterliche Behandlungsmethoden anwenden. Sie ist fest überzeugt, dass er ihre Mutter mit seinen Behandlungen umgebracht hat.

Über die plötzliche Erkrankung eines Schülers kommt es zwischen Chatherine und Austin zu einer Konfrontation. Gerne hätte er eingegriffen, aber niemand darf erfahren, dass er ein ausgezeichnet ausgebildeter Arzt ist. Aber wenigstens will er mit dem alleinstehenden Vater des kranken und unterernährten Jungen Seth sprechen.

Catherine empfindet Austin spontan als sehr freundlich, interessiert, besorgt und kinderlieb. Besonders fällt ihr auf, dass er sie als Frau respektiert. Er schätz es, dass sie immer optimistisch und gut gelaunt ist. Auch seine Haushälterin versucht ihn zu verkuppeln, obwohl seine scheue Tochter keine neue Mutter möchte. Beide suchen keinen neuen Partner, aber können dringend einen guten Freund brauchen. Doch im Verlauf der Geschichte mit vielen fesselnden Entwicklungen und unerwarteten Ereignissen, werden ihre ernsthaften Gefühle füreinander immer stärker. Sie genießen die gegenseitige Gesellschaft und wachsen einander ans Herz. Sie können gute Gespräche miteinander führen und teilen viel Interessen, Ansichten und Einstellungen. Man hofft als Leser auf ein gutes Ende, wenn da nur nicht diese Hürden wären…

Zum letzten Viertel wird das Buch „A Borrowed Dream“ von Amanda Cabot auch noch richtig spannend. Es entwickelt sich ein Suspenseanteil, auf den sich die ganze Geschichte hin entwickelt hat. Es kommt zu einem nervenaufreibenden Showdown und dann zum wohlverdienten, glaubhaften, romantischen Happy End.

Auch die Geschichte hinter dem Buchtitel erklärt sich. Die religiösen Aspekte sind ganz natürlich im Rahmen von Kirchenbesuchen und Gebeten eingeflochten.

Beide Protagonisten werden einem schnell sympathisch in ihrer Freundlichkeit und Fürsorglichkeit. Über ihre Sorgen und Schwierigkeiten blutet dem Leser das Herz. Man kann sich Catherine und Austin sehr gut als Paar vorstellen, mit ihrer kleinen Familie aus Grace, Seth und Hannah.

Fazit: Sehr gefühlvoller, überzeugender historischer Liebesroman.

5 von 5 Punkten

:stern
LG Betty
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Betty
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Re: Amanda Cabot – A Borrowed Dream

Beitragvon Wildfee » 05.06.2018, 13:07

Bitte editieren, danke
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Hat die Blume einen Knick, war die Hummel wohl zu dick.
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Wildfee
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