Susan Wiggs - Venezianische Verführung

Liebesromane, die in der Vergangenheit spielen und in keine andere Kategorie passen

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Susan Wiggs - Venezianische Verführung

Beitragvon erki_nol » 03.10.2007, 19:12

Historischer (Liebes-)Roman mit Krimihandlung. Im ersten Drittel überwiegt die Krimi-Handlung, im mittleren die Liebesgeschichte und im letzten Drittel findet beides seine Auflösung.

Bild
Venezianische Verführung
Susan Wiggs
Ullstein Tb 2002 Taschenbuch

Inhalt
Republik Venedig, im Jahre 1543: Sandro Cavalli, verwitweter Polizei-Chef von Venedig, muss einen Giftmord an einem hohen Sekretär des Dogen aufklären. Bei seinen Ermittlungen trifft er immer wieder auf die blutjunge angehende Malerin Laura Bandello, zu der sich Sandro sofort hingezogen fühlt. Dann ereignet sich ein zweiter Mord, und weit und breit kein Verdächtiger in Sicht.
Auch die Liebe zwischen Sandro und Laura scheint ausweglos: Sandro ist adlig, reich und hoch angesehen, Laura ist eine mittellose Waise, aufgewachsen im Kloster und im Bordell. Eine Ehe scheint unmöglich, Sandro ist lediglich bereit, Laura zu seiner Mätresse zu machen...
Quelle: Ullstein Tb

Meine Meinung
Ich fand das Buch unterhaltsam, auch wenn die Handlung einige arg klischeehafte Stellen aufweist. :roll: Held und Heldin sind beide sehr unterschiedlich, jedoch beide auf ihre Art authentisch und sympathisch, heimlicher Hauptdarsteller war in meinen Augen jedoch die Stadt Venedig, die einfach nur faszinierend beschrieben ist. Ich habe richtig Lust bekommen, einmal nach Venedig zu fahren und all die beschriebenen Bauten und Plätze zu besichtigen. :D

Die kleine Krimihandlung hat mir für einen Liebesroman gut gefallen; dafür sind jedoch die Liebesszenen etwas kurz und nicht sehr detailliert. ;)

Eine kleine Warnung noch: Wer Liebesgeschichten zwischen sehr jungen Frauen und schon etwas "älteren" Männern nicht gern liest, sollte um "Venezianische Verführung" einen großen Bogen machen: Sandro ist 38, Laura gerade mal 18.

Meine Wertung
Von mir gibt es 4 von 5 Punkten.

:stern
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Beitragvon bacherl » 03.10.2007, 19:19

Naja, kommt auf den älteren Herren an, wa? :D ;)
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Beitragvon mallory » 03.10.2007, 19:46

Seit ich 41 bin habe ich eine ganz andere Einstellung zu dem Wort "älterer Mann" ;) Aber 18 und 38 ist schon krass!
Etwas Muße braucht der Mensch, eine Blume und ein Buch.
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Beitragvon erki_nol » 03.10.2007, 19:56

Grins, darum habe ich das "ältere" ja auch in Anführungszeichen gesetzt... :lol:

Im Roman spielt der Altersunterschied eigentlich keine allzu große Rolle; vom Verhalten her könnte Laura auch schon 30 sein, aber dann wäre es wahrscheinlich unglaubwürdiger, dass sie noch Jungfrau ist... Na ja, möglich ist ja alles. ;)
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Beitragvon mallory » 03.10.2007, 19:57

Sie ist im Bordell aufgewachsen und immer noch Jungfrau? Das finde ich schon unglaubwürdig genug :roll:
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Beitragvon erki_nol » 03.10.2007, 20:03

Da habe ich mich wohl etwas unglücklich ausgedrückt ;) : Sie ist im Kloster aufgewachsen und erst seit einem halben Jahr im Bordell, wo sie zunächst in feinem Verhalten "ausgebildet" wird, um dann in der Karnevalsnacht als Jungfrau meistbietend versteigert zu werden... Mit ihrem Anteil will Laure ihre Künstlerausbildung finanzieren, schließlich ist sie eine talentierte Künstlerin, von Tizian gefördert...

(Ob das jetzt alles glaubwürdiger ist, weiß ich auch nicht, aber ich schrieb ja schon oben, dass die Handlung nicht unbedingt an der Realität angelehnt ist... :lol: )
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Beitragvon Marina G. » 15.05.2009, 19:41

Ich bin ein großer Fan von Susan Wiggs. Aber das Buch kenne ich noch nicht, vielleicht sollte ich es mal probieren.
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