Thea Devine - Das Liebesjuwel

Liebesromane, die in der Vergangenheit spielen und in keine andere Kategorie passen

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Thea Devine - Das Liebesjuwel

Beitragvon Anke » 31.10.2008, 18:47

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Das Liebesjuwel
Thea Devine
Ullstein Tb 2008-10-01 Broschiert 446 Seiten

Klappentext

Seine mächtige Familie hat ihn für tot erklärt. Doch die schöne und abenteuerlustige Darcie Boulton weiß, dass Connack Pengellis noch lebt und als Einziger den Weg zu dem sagenumwobenen Diamanten kennt, den sie besitzen will. Gemeinsam begeben sie sich auf die gefährliche Suche, die sie durch viele Länder führt, stets verfolgt von ihren Widersachern. Noch wissen sie nicht, dass das kostbarste Juwel in ihnen selbst liegt: ihre rasende Leidenschaft füreinander.
Quelle: Ullstein

Meine Einschätzung

Für Darcie Boulton zählt nur noch den legendären Diamanten „Das Auge Gottes“ zu finden. Die nötige Hilfe erhofft sie sich von ihrem Schwager Connack Pengellis, der angeblich bereits im Besitz des Diamanten war und ihn verstecken konnte.

Als sie Con findet, muss sie feststellen, dass er seiner Erinnerung und seines Augenlichtes beraubt ist und evtuell nur eine weitere Behinderung darstellt. Aber da sie schon seit langer Zeit in sein Portrait verliebt ist muss sie ihn einfach mitnehmen und ihm ihre Unterstützung im Gegenzug zum Diamanten zusagen.

Denn Darcie und Con haben eine mächtige und böse Gegnerin, auf der Suche nach dem Diamanten, Lavina, Darcies Schwiegermutter.

Der Schreibstil der Autorin ist mehr als anstrengend zu lesen. Die vielen kurzen und abgehackten Sätze stören den Lesefluss ungemein. Zumindest vermittelt er so aber recht gut die anfängliche Verwirrung und Orientierungslosigkeit des Helden.

Und so empfand ich das Lesen zwar als anstrengend, aber dennoch auf irgendeine Art skurril fesselnd, auch wenn ich mir diese Tatsache nicht so recht erklären kann.
Aber vielleicht lag es auch an den Charakteren des Buches, die in vielerlei Hinsicht einfach nur anderes und eher Liebesroman untypisch sind.

So ist die Heldin Darcie eine Betrügerin per Excellence, das gibt sie zu und lebt danach - keine falsche Tugend- oder Schamhaftigkeit.
Auch ist sie das was sie ist, weil es ihr so gefällt und nicht weil sie durch z.B. einen dummen Bruder dazu gezwungen wurde, wie es so oft in Liebesromanen mit einem derartigen Plot der Fall ist.

Aber auch in den Liebesszenen gibt es keine falsche Tugend- oder Schamhaftigkeit. Beide wollen eine intime Begegnung und ein kurzes „Ja“ genügt, um die Situation zu klären.
Und Sex gibt es reichlich, nach Art von (Zitat) „sie kopulierten wild und die ganze Nacht“, für meinen Geschmack waren diese Szenen aber weder so recht anregend noch erregend.

Wer also hoch erotische oder gar romantische Liebesszenen, gespickt mir einer abenteuerlichen Suche nach einem Diamanten erwartet, wird enttäuscht sein, denn der Inhalt ist mehr als wirr. Zudem scheint er nur dazu vorhanden zu sein die Sexszenen miteinander zu verbinden.

So galoppiert man als Leser durch eine Reihe interessanter Schauplätze, ist auf planlose „Die Mumie“-„Indiana-Jones“-Art mit einem paranormalen Touch, auf der Suche nach einem Diamant und doch tritt man scheinbar auf der Stelle, weil man gerade als sich etwas Handlung zu entwickeln scheint, schon wieder in die nächste Sexszene gerät.

Fazit: Die Autorin ist einen Versuch wert, aber vielleicht nicht gerade mit diesem Werk.

Bewertung 2,5 von 5 Punkte

Gruß Anke

:stern
๑ ๑ ๑ ๑ ๑ ๑ ๑ ๑ ►Liebe Grüße, eure Anke◄ ๑ ๑ ๑ ๑ ๑ ๑ ๑ ๑ ๑

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