Julia Latham - Thrill of the Knight (Medieval)

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Julia Latham - Thrill of the Knight (Medieval)

Beitragvon Wildfee » 04.08.2013, 09:35



Klappentext:
A lady's deception
Lady Elizabeth Hutton will never succumb to the ambitions of a neighboring lord—even after his soldiers imprison the newly orphaned heiress in her own bedchamber. Ever resourceful, the proud beauty has devised a strategy to escape the devil who's determined to possess her and her great wealth: she will switch roles with her loyal maid so that she can save herself and her people.
A knight's rapture
Sir John Russell's love of adventure has always carried him to far-flung places and dangers—and now he must ride to the rescue of the noblewoman he's betrothed to but hasn't seen since boyhood. However, it is not his bride-to-be but her bewitching servant who enflames his passion—and Sir John's desire for the fiery beauty threatens to undermine his sacred, sworn oath, forcing a noble knight into the most devastating choice of his life: between duty and honor . . . or ecstasy and disgrace.

Meine Meinung:
Der Klappentext klang sehr interessant und auch die erste Hälfte des Buches fand ich noch richtig gut, aber dann flachte die Story leider immer mehr ab.
Hauptgrund ist eine Plotschwäche, die mich allmählich immer mehr nervte. Die Prota ist willensstark und intelligent, keine Frage. Und in der ersten Hälfte des Buches ist sie auch recht sympathisch. Aber je mehr die Story voranschreitet bzw. auf der Stelle tritt, desto nerviger wird sie, weil ihr einfach nicht erlaubt wird, zu handeln. Gebetsmühlenartig wird von ihr jeder Versuch ihres Verlobten ihr zu helfen, vereitelt, weil sie "no harm to her people" möchte. Das wäre verständlich, wenn es dafür wenigstens einen handfesten Grund gäbe, aber dem ist nicht so. Der Bösewicht ist zwar nicht grade ein Sympathieträger, aber weder ein blutrünstiger Tyrann, noch ein perverser Lüstling. Die einzige Szene, in der er handgreiflich zu werden droht, ist auf Volltrunkenheit zurückzuführen. Ebenso handlungsunfähig ist der werte Verlobte. Anstatt Tacheles zu reden und sich die Gute auf die Schulter zu packen und mit ihr zu fliehen, beugt er sich ihrem Willen.
Die "League of the Blade" werkelt ebenso nur heimlich, still und leise im Hintergrund herum, wobei (zumindest mir) völlig unklar bleibt, warum sie zum einen überhaupt eingreifen und warum sie dann nicht offensichtlicher eingreifen. Die Idee, das ausgerechnet nur die Ritter der League in der Lage sind, die kleine Mini-Armee Elizabeths im Kämpfen besser zu trainieren, finde ich schon recht weit hergeholt. Und nutzen tut es im Grunde genommen ja doch nichts, weil Elizabeth eben ein mögliches Blutvergießen von seiten des Möchtegern-Bösewichtes fürchtet.
Die Auflösung der Zwickmühle bzw. das Storyende finde ich dagegen wieder recht gut, aber das hätte eleganter eingefädelt werden können.
Fazit: Man hätte aus den interessanten Grundelementen viel mehr machen können, so bleibt der Roman nur Mittelmaß. Trotz aller Kritik gefällt mir aber der Stil der Autorin und ich werde den nächsten beiden Teilen der Trilogie eine Chance geben.

Meine Wertung:
7 von 10

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Wildfee
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