Blaine Anderson- Wikingerbraut

historische Liebesromane mit Wikingern kommen hierher

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Blaine Anderson- Wikingerbraut

Beitragvon Lesefratz » 08.03.2008, 12:29

Blaine Anderson- Wikingerbraut
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Wikingerbraut : Roman.
Blaine Anderson
München : Heyne, 1990-01-01 Taschenbuch
Originaltitel: Love's sweet Captive
Verlag: Heyne / 350 Seiten
Erscheinungsdatum: 1990
Genre: historischer Liebesroman/Wikinger

Meine Bewertung: :D :D :D :D 1/2 von 5 Punkten

Klappentext
Lady Braetana sehnt ihren Tod herbei. Mordlüsterne und brandschatzende Wikinger haben sie entführt und segeln mit ihr einem ungewissen Schicksal entgegen. Sie fürchtet sich vor allem vor dem blonden Thorgunn, der genauso aussieht wie die blonden Plünderer, die ihre Mutter auf dem Gewissen haben. Doch als der Anführer der Wikinger sie in seine starken Arme reißt, und sich seine Lippen den ihren nähern, spürt sie ein seltsames Verlangen, das sich nicht länger bekämpfen lässt...
Quelle: Heyne

Meine Einschätzung
Am Tag ihrer Vermählung mit ihrem verhassten Stiefvater, wird Lady Braetana kurz vor dem Beginn ihrer Hochzeitsnacht aus ihrem Schlafgemach entführt.Der Entführer ist ein Wikinger, der sie, ihre Zofe und ihre Kleidertruhen auf sein Schiff bringen lässt.
Die Fahrt geht in den hohen Norden. Obwohl Braetana alles versucht, aus dem sarkastischen und seltsam mitfühlenden Wikinger herauszubekommen, warum sie entführt wurde, schweigt er sich aus.

Während ihrer Reise gerät ihr Schiff in einen schweren Sturm, bei dem Braetana durch ihren Leichtsinn über Bord geht. Thorgunn springt ihr nach und beide haben Glück im Unglück. Sie überleben und stranden auf einer Insel der Nordmannen.
Obwohl Braetana noch immer nicht den Grund für ihre Entführung ahnt, beschließt sie, den Wikinger gesund zu pflegen, denn bei dem Versuch sie zu retten, hat er sich eine schwerwiegende Kopfverletzung zugezogen.
Beide schließen eine Art Waffenstillstand miteinander und während ihrer einsamen Tage auf der Insel, verlieben sie sich schließlich und schlafen miteinander.

Braetana ist daher überglücklich, als Thorgunn sie nach der gemeinsamen Nacht bittet, seine Frau zu werden. Was sie nicht ahnt, ist, dass sie die uneheliche Tochter und Erbin eines geachteten und mächtigen Wikingers ist und dass Thorgunn sie anfangs nur als Mittel zum Zweck sieht, durch sie zu Reichtum zu gelangen, um seinen Bruder, dem grausamen und intriganten Jarl, aufzuhalten.

Als beide gerettet werden und Braetana ihren Vater Magnus kennen lernt, versucht sie ihm klar zu machen, dass sie Thorgunn liebt, doch Magnus hat ganz andere Pläne mit ihr. Sie soll Thorgunns Bruder ,den verhassten Jarl ehelichen...

Warum dieser Roman noch so vielen Jahren immer noch ein Keeper in meinem Bücherregal ist? Gute Frage! An der Heldin liegt es eigentlich weniger, denn sie benimmt sich in vielen Situationen sehr naiv. Jedoch kann man es ihr ein wenig nachsehen, denn sie ist mit ihren siebzehn Jahren noch sehr jung und ist relativ weltfremd aufgewachsen. Auch Thorgunn ist nicht unbedingt ein strahlender Held, dafür ist er anfangs zu berechnend und lässt sich nur auf die Heldin ein, weil er sich davon einen finanziellen Nutzen verspricht. Also kein wirklich sympathischer Charakterzug.
Jedoch ist es gerade diese nicht perfekte Haltung, und seine innere Wandlung, die er erst durchmacht, als es fast zu spät für ihn und Braetana ist, die ihn als Helden für mich sehr interessant machten.
Zudem merkt man dem Roman an, dass die Autorin sehr viel Recherche betrieben hat, denn die Orte im „Nordmannsland“, die Gewänder und vieles mehr, sind so aufwendig und detailgetreu beschrieben, dass sie einen guten Einblick in das damalige Leben gewähren.
Da der Roman schon im Jahre 1990 erschienen ist, darf man natürlich keine Vergleiche zu heutigen, moderneren Wikinger-Romances anstellen, da die Beschreibung der Protagonisten halt noch eher 80er Jahre lastig ist. Wenn man davon absieht und dem Buch etwas toleranter gegenübersteht, bekommt man dafür einen unterhaltsamen, teilweise auch spannenden historischen Liebesroman mit einigen heißen Sexszenen. ;-)

:stern
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Beitragvon mallory » 08.03.2008, 23:21

Was mir jetzt dabei spontan auffällt: wenn sie am Tag ihrer Trauung vor der Hochzeitsnacht entführt wurde, ist sie dann nicht trotzdem schon verheiratet??
Etwas Muße braucht der Mensch, eine Blume und ein Buch.
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Beitragvon mantacabrio » 09.03.2008, 08:39

Damals, zählte das als nicht verheiratet, die Hochzeit wurde ja nicht vollzogen, oder?
Und das Buch ist in meinem schönen BUB, und noch fast wie neu ;)
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