Sophia James - Sie sehen mit dem Herzen, Mylord!

LIROS, die in der Zeit des Rokoko und Biedermeier in England spielen

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Sophia James - Sie sehen mit dem Herzen, Mylord!

Beitragvon mallory » 13.06.2016, 18:36



Inhalt: Beatrice, 12 Jahre das Opfer eines grausamen Ehemannes, der ihr jedes Selbstbewusstsein weg geprügelt hat, trifft bei einem Kutschenunfall in einer eiskalten Winternacht auf den gutaussehenden Lord Taris und auf der gemeinsamen Suche nach Hilfe können sie sich mit letzter Kraft in eine Scheune retten. Dort kommen sie sich überraschend schnell näher und verbringen eine leidenschaftliche Liebesnacht miteinander.
Da sich Beatrice für absolut unscheinbar hält kommt es für sie auch nicht wirklich unerwartet als sie der Lord am nächsten Morgen scheinbar kaum mehr beachtet. Auch als sich ihre Wege in London wieder kreuzen übersieht er sie offenbar gezielt. So bleibt ihr nur die sehnsüchtige Erinnerung an seine Zärtlichkeiten.
Sie kann nicht ahnen dass es Lord Taris nicht anders geht, doch glaubt er keiner Frau zumuten zu können sein Leben mit ihm zu teilen da er schon nahezu blind ist, was er vor allen bis auf eine Handvoll Menschen perfekt zu verbergen weiß.
Als die beiden sich schließlich wiedertreffen nähern sie sich zwar wieder aneinander an und befreunden sich, werden sogar wieder ein Liebespaar, doch viele Missverständnisse stehen zwischen den beiden. Erst als Mordanschläge auf Beatrice verübt werden gelingt es ihr und Taris, endlich über ihre Vorbehalte hinwegzusehen.

Meine Meinung: Die Liebesgeschichte zwischen Beatrice und Taris entwickelt sich nach dem leidenschaftlichen Intermezzo zu Anfang des Romanes eher zurückhaltend und ruhig. Zu sehr haben beide Angst ihre Unabhängigkeit zu verlieren und von jemand anderem abhängig zu werden. Taris' Ängste ob seiner fortschreitenden Blindheit, seine Bemühungen niemanden merken zu lassen dass er immer mehr auf Hilfe angewiesen ist, sind gut beschrieben und ich fand seine Person und Persönlichkeit wirklich beeindruckend. Auch Beatrices Trauma ihre Ehe betreffend ist hervorragend geschildert und die Autorin hat es verstanden zu beschreiben wie eine lebenslustige Persönlichkeit durch die Grausamkeiten eines anderen immer mehr unterdrückt und zerstört werden kann. Der Roman hat mir sehr gut gefallen, nicht nur die Liebesgeschichte und das wachsenden Vertrauen zwischen Taris und Beatrice, auch die Wortgefechte zwischen den beiden, die Nebenfiguren und die kleine Krimigeschichte ergeben ein rundes Gesamtbild.
Und nun lese ich Teil 1 der Wellingham-Brüder.

Meine Wertung:

4,5 von 5 :lesen

:stern
Etwas Muße braucht der Mensch, eine Blume und ein Buch.
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Re: Sophia James - Sie sehen mit dem Herzen, Mylord!

Beitragvon Lirofan » 14.06.2016, 09:15

Hm - gibt's den nicht als Taschenbuch?
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Re: Sophia James - Sie sehen mit dem Herzen, Mylord!

Beitragvon mallory » 14.06.2016, 17:51

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Re: Sophia James - Sie sehen mit dem Herzen, Mylord!

Beitragvon mantacabrio » 03.08.2016, 19:09

Ich muss sagen, mir hat das Buch jetzt nicht wirklich 100%ig gefallen.
Die Heldin fand ich manches mal zu anstrengend, und wurde öfters ungeduldig ob ihres Benehmens.
Ich habe das Buch zu Ende gelesen, war ok aber nichts besonderes.

von mir 4 von 5 Punkten.

habe jetzt auch nicht wirklich das Bedürfnis die anderen Teile zu lesen.

edit: ich habe jetzt mal Rezis zu den anderen Teilen bei Amazon gelesen und die bestätigen
meine Meinung: nichts für mich, die Schwester Lucinda handelt schon in diesem Band
wie ein hirnloser Backfisch, da kann ich mir das Geld wirklich sparen und es mit dieser Autorin
sein lassen. Die Schreibweise war auch ziemlich holprig, finde ich.
Es war einfach nicht schön und angenehm zu lesen.
ich würde sogar auf

3 on 5 Punkten
reduzieren.
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