Cecilia Grant - Das Versprechen der Kurtisane

LIROS, die in der Zeit des Rokoko und Biedermeier in England spielen

Moderatoren: mallory, Mondfrau, gini

Cecilia Grant - Das Versprechen der Kurtisane

Beitragvon Wildfee » 10.10.2019, 13:10

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Inhalt:
Der ehemalige Offizier und Kriegsveteran Will Blackshear braucht dringend Geld, um der Witwe eines verstorbenen Kameraden zu helfen. In einem eher anrüchigen Club trifft er am Spieltisch auf die Kurtisane Lydia Slaughter, die anstelle ihres Gönners das Spiel fortführt und sich dabei recht geschickt anstellt und ihn um seinen Gewinn bringt. Will ist wider Willen fasziniert von ihr und als Lydia ihm anvertraut, dass sie ebenso wie er Geld benötigt, um sich aus ihrer Situation zu befreien, schliessen sie einen Pakt. Gemeinsam können sie am Spieltisch die Summen erspielen, die sie benötigen. Doch keiner von ihnen hat erwartet, dass sie bald mehr werden, als reine Komplizen.

Meine Meinung:

"Das Versprechen der Kurtisane" ist der Nachfolgeband von "Ein unsittliches Angebot", kann aber sehr gut als Stand Alone gelesen werden. Martha und ihr Mann werden nur am Rande erwähnt.
Mich lässt der Roman ein ganz klein wenig zwiespältig zurück. Mir ist er insgesamt ein wenig zu düster und ernsthaft, mir fehlt die leichte Beschwingtheit, die in Regencys öfter zu lesen ist und auch der Humor kommt in diesem Roman zu kurz. Wer sich sich davon nicht abschrecken lässt und auch gerne mal Regencys ausserhalb der gewohnten Pfade lesen mag, sollte hier dennoch zugreifen. Ein flüssiger Stil, einige Liebesszenen und tiefgründige Figuren (mir ist es stellenweise ein wenig zu viel Melodram), die für einen Regency ungewöhnlich sind, gleichen die Düsternis aus. Will ist der jüngste Sohn eines unbedeutenden Landadeligen, während Lydia die gefallene Tochter einen ebensolchen ist. Nach einem Skandal und dem Tod ihrer Eltern wird sie Hure und schließlich die Kurtisane eines Adeligen. Das sind alles Zutaten für einen ungewöhnlichen Regency, der mich schon überrascht hat. Auch wenn ich das eine oder andere zu kritteln habe, hat mich der Roman gut unterhalten.
Die Finger von dem Roman sollten alle lassen, die mit dem ersten Roman von Cecilia Grant schon nicht warm geworden sind.

Meine Wertung:
4 von 5

:stern
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Hat die Blume einen Knick, war die Hummel wohl zu dick.
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Wildfee
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