Elizabeth Hoyt- Mitternacht mit dem Duke

LIROS, die in der Zeit des Rokoko und Biedermeier in England spielen

Moderatoren: mallory, Mondfrau, gini

Elizabeth Hoyt- Mitternacht mit dem Duke

Beitragvon Lesefratz » 18.11.2019, 14:03

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Mitternacht mit dem Duke

Elizabeth Hoyt- Mitternacht mit dem Duke
Originaltitel: Duke Of Midnight
Verlag: CORA/Historical Gold Extra Band 116
Erscheinungsdatum: 09/19
Genre: Historical Romance

Klappentext: Quelle, CORA Verlag

Bei Tag ist der berühmte Duke of Wakefield ein ehrbarer Adliger, bei Nacht ein maskierter Rächer, der für die Ärmsten der Armen kämpft. Niemand ahnt etwas von seinem wohlgehüteten Geheimnis, bis er bei einem seiner Streifzüge durch das nächtliche London die betörende Artemis vor einem brutalen Angreifer rettet. Nicht nur erhascht sie einen Blick hinter seine Maske, unerwartet trifft er sie bei Tag wieder. Eiskalt droht sie, ihn zu verraten - es sei denn, er hilft ihr, ihren Bruder aus dem Gefängnis zu befreien! Ein riskantes Vorhaben mit ungeahnt sinnlichen Folgen, die nicht nur sein Doppelleben, sondern auch sein Herz jäh in Gefahr bringen …

Meine Zusammenfassung:

Die schöne Artemis hat sich damit abgefunden, dass sie niemals mehr sein kann, als die verarmte Verwandte, die auf die finanzielle Unterstützung ihres Onkels angewiesen ist. Denn Artemis Bruder Apollo sitzt in der Nervenheilanstalt Bedlam. Man hält ihn für einen mehrfachen Mörder, der dem Irrsinn anheim gefallen ist. Doch Artemis weiß, dass ihr Bruder völlig normal und unschuldig ist. Sie besucht Apollo regelmäßig und bringt ihm Nahrung, doch sie fürchtet, dass er schon bald sterben könnte. Zu schlecht ist die Versorgung in der Anstalt.
Ihre attraktive, luxussüchtige und dümmliche Cousine Penelope, hofft währenddessen einfach, dass Artemis eines Tages begreift, dass sie nichts an Apollos Schicksal ändern kann, doch Artemis ist fest entschlossen, ihren Bruder zu retten. Natürlich weiht sie Penelope nicht in ihre Pläne ein, denn sie weiß genau, dass diese nur mit sich selbst beschäftigt ist.

Doch eines Nachts begegnen die beiden Frauen in St. Giles, weil Penelope zuvor eine irrsinnige Wette angenommen hatte, dem Geist- dem sagenhaften maskierten Mann, dem sowohl gute als auch üble Taten nachgesagt werden. Dem Geist von St. Giles gelingt es, die beiden Frauen aus einer gefährlichen Situation zu retten. Bei einem Kampf verliert der Geist, der tatsächlich ein Mensch aus Fleisch und Blut ist, einen wertvollen Ring, den Artemis an sich nimmt.

Bei einer Landpartie auf dem Anwesen des Duke of Wakefield, macht selbiger Artemis Cousine den Hof. Penelope fühlt sich geschmeichelt, doch scharrt sie noch weitere Bewerber um ihre Hand um sich. Artemis, die schnell begreift, dass Maximus der Duke, im Grunde gar kein großes Interesse an Penelope hat, ermutigt ihre Cousine einen älteren Konkurrenten des Dukes als zukünftigen Gemahl in Betracht zu ziehen. Doch Penelope liebt es im Mittelpunkt zu stehen und mag sich noch nicht festlegen.
Als die kluge Artemis jedoch begreift, dass der Geist von St.Giles und Maximus ein und die- selbe Person sind, hofft sie mit diesem gefährlichen Wissen, den Duke zu erpressen. Denn wenn es einer schafft, ihren Bruder aus der Anstalt zu befreien, dann ist es Maximus.
Doch Maximus denkt eigentlich gar nicht daran, Artemis Bitte zu erfüllen. Jedoch ist seine Neugierde geweckt und er begreift sehr schnell, dass die junge Frau in dem schlichten Gewand ihm zu sehr unter die Haut geht. Immerhin muss er eine standesgemäße Frau ehelichen und keine verarmte junge Gouvernante. Doch es knistert zwischen ihnen….

Meine Einschätzung:

„Mitternacht mit dem Duke“, ist bereits der sechste Teil der „Maiden Lane“ Reihe von Elizabeth Hoyt und dieses Mal, bekommen wir es erneut mit einem der Geister von St. Giles zu tun. Maximus, der mit ansehen musste wie seine Eltern, vor vielen Jahren, in St. Giles ermordet wurden hat sich nur ein Ziel gesetzt. Er will den Mörder fangen, ihn richten und seine Eltern rächen. Außerdem entwendete der Täter damals den Familienschmuck von Maximus Mutter. Viele Jahre hat es gedauert, bis Maximus die Schmucksteine, die einzeln veräußert wurden, finden und zurückkaufen konnte. Nur noch zwei Steine fehlen ihm.
Um den Mord aufklären zu können, wurde er schließlich zu einem der Geister von St. Giles und beschützte fortan Menschen in Not.
Maximus hat also bereits traumatische Dinge in seinem Leben erleben müssen, an denen er nicht zerbrochen ist. Doch obwohl ich seine Beweggründe nachvollziehen konnte, die ihn zum Geist haben werden lassen- ich fand ihn leider nicht sehr sympathisch, so leid es mir auch tut.

Maximus tritt dominant und herrisch auf und obwohl Artemis ihm in Sachen Charakterstärke ebenbürtig ist, fand ich einfach, dass sie sie sich zu lange, wenn auch aus Liebe, von Maximus hat gängeln lassen hat- in Bezug auf eine mögliche Verbindung. Maximus Zögern das Richtige zu tun, hat mir doch das Lesevergnügen ein wenig verleidet. Zumal es eigentlich auch nicht wirklich einen Grund dafür gab, Penelope ehelichen zu wollen.
Sicher, Elizabeth Hoyt hat ihrem Heldenpaar einige leidenschaftliche Liebesszenen auf den Leib geschrieben, doch konnten die mich nicht so wirklich hinwegtrösten, über meine Enttäuschung ob Maximus Einstellungen.
Und auch Artemis wirkte zwischenzeitlich einfach zu gut für die Welt. Das sie in ihrer Cousine irgendetwas Gutes sehen konnte, war für mich ebenfalls nicht nachvollziehbar.
Dennoch mochte ich die Romanheldin ansonsten sehr.

Warum habe ich dem Roman dennoch vier von fünf Punkten verliehen? Nun, zum einen lag es an der spannenden Rahmenhandlung. Die Suche nach dem Mörder, der Maximus Eltern vor Jahren in St. Giles tötete, fand ich packend erzählt. Und auch Apollos Werdegang, der hier nebenbei angerissen wird, um dann im nächsten Band der Reihe in dessen Liebesgeschichte zu gipfeln, hat meine Neugierde wecken können. Obwohl ich Maximus nicht mochte und seine Liebesbekundungen Artemis gegenüber, etwas zu dramatisch überbordend ausgedrückt fand, konnte ich „Mitternacht mit dem Duke“, dennoch nicht weglegen, bis ich die letzte Seite gelesen hatte. Und dann gab es noch, wie immer in Elizabeth Hoyts Historical Romances, ein wunderschön erzähltes Märchen über einen verfluchten König und seine „wilde Jagd“. Wer ein Fan der Autorin ist, wird sicherlich auch von ihrem aktuellen Roman begeistert sein. Denn selbst etwas schwächere Romane von E. Hoyt, heben sich von der breiten Masse der üblichen Historical Romancelektüre ab.
Ich hoffe allerdings nun sehr, dass Apollo in seiner Story, weniger herrschsüchtig gestrickt ist, als es Maximus war. Immerhin sollte man dennoch erwähnen, dass Artemis Maximus allerdings zumeist gut zu händeln wusste.

Kurz gefasst: Artemis und Maximus- Mätresse oder Ehefrau? Etwas schwächerer Teil der Maiden Lane Reihe, der dennoch unterhaltend ist.


Meine Bewertung: :) :) :) :) von 5 Punkten

Serieninfo:

Maiden Lane Reihe:

1. Teil: Gefährliches Spiel mit Lord Lazarus
2. Teil: Sündiges Verlangen einer Lady
3. Teil: Skandalöses Verlangen auf Huntingdon Manor
4. Teil: Lady Isabels skandalöses Begehren
5. Teil: Die Verlockung des dunklen Rächers
6. Teil: Mitternacht mit dem Duke
7. Teil: Darling Beast
8. Teil: Dearest Rogue
9. Teil: Sweetest Scoundrel
10. Teil: Duke of Sin
11. Teil: Duke of Pleasure
12. Teil: Duke of Desire
12.5 Teil: Once upon a Maiden Lane

:stern
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Re: Elizabeth Hoyt- Mitternacht mit dem Duke

Beitragvon Scarlett » 18.11.2019, 22:44

Ich hab früher eigentlich jeden "Hoyt" gekauft und die haben mir alle gefallen :zwinkern Danke dir für die Rezi :augen der klingt wieder intressant und den werde ich mir kaufen ;)
Da es sehr förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein :stern
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Re: Elizabeth Hoyt- Mitternacht mit dem Duke

Beitragvon sabinett » 19.11.2019, 11:32

Zu meiner Schande muss ich gestehen, ich habe erst einen Hoyt gelesen Die Schöne mit der Maske, aber den fand ich gut :ja

Also wird auch dieses Buch notiert :backe danke
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