Julia Quinn - Hochzeitsglocken für Lady Lucy

LIROS, die in der Zeit des Rokoko und Biedermeier in England spielen

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Beitragvon SchneeMcKettrick » 15.04.2009, 19:32

So, ich habe das Buch heute in eine Rutsch durchgelesen.
Ich bin großer Quinn-Fan und wenn man dieses Buch mit den anderen der Reihe (besonders Penelope und Ballnacht) vergleicht ist es tatsächlich etwas schwächer. Vergleiche ich es allerdings mit anderen Regencys beliebiger Autoren so kann es durchaus mithalten. Es ist nicht ganz sooo überragend wie gewohnt, aber dennoch lesenswert und wer die Reihe liebt sollte auf den Abschluss nicht verzichten!
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Beitragvon erki_nol » 07.05.2009, 07:40

Erst einmal vielen vielen Dank an Löwenzahn, die mir dieses Wanderbuch zur Verfügung gestellt hat!!! :knuddel :blume

Lenya hat geschrieben:erki, hast du es mittlerweile gelesen? Würd mich ja interessieren, was du davon hältst ;)


Hi, hi, Lenya, hier stimmt unser "Gesetz" dann wieder... ;) Ich fand "Hochzeitsglocken für Lady Lucy" zwar nicht grottenschlecht, aber nur sehr mittelmäßig. Eigentlich waren die Ausgangsvoraussetzungen gut, denn der mal etwas andere Verlauf der Geschichte hätte mir gefallen können, und Lucy und Gregory waren mir durchaus sympathisch, aber irgendwie konnte mich der Ton dieses Buches von der ersten Seite an nicht begeistern. Leider kann ich nicht genau beschreiben, warum mir das Buch nicht so sehr gefallen hat. :???:

Ich gebe 3,5 von 5 Punkten.

Das war aber auch mein erstes Bridgerton- und mein zweites Julia-Quinn-Buch überhaupt (nach "Wie heiratet man einen Marquis", das ich aber noch schlechter fand). Vielleicht ist Julia Quinn auch einfach nichts für mich.
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Beitragvon Haithabu » 22.06.2009, 21:26

Ich habs jetzt auch als WB gelesen und fand es wieder sehr unterhaltsam. Zwar muss ich mich meinen Vorrednerinnen anschliessen, dass es vom Stil der anderen Romane doch etwas abweicht, allerdings hab ich diesen Roman wirklich genossen. Und der Held war ja sowas von niedlich verliebt. :lol: Kann mir eigentlich keinen Mann vorstellen der so verliebt ist :lol: ;)
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Beitragvon Schnuffi » 18.11.2009, 23:23

So, ich hab es nun auch gelesen. Ich fand es nicht schlecht, habe mich gut unterhalten.
Es war nicht der beste Teil der Reihe, das gebe ich zu, aber es war jetzt auch nicht schlecht.
Man hatte seine Stellen zum schmunzeln. Ich fand süß das auch wieder ein paar andere Brigertons aufgetaucht sind, wenn auch nicht alle.
Lucy hat mir gefallen. Auch wenn ich mir gewünscht hätte sie hätte Gregory eher eingeweiht.
Es war schön.

Schade das jetzt alle unter der Haube sind. ;)
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Beitragvon Luckydaisy » 12.09.2010, 20:33

Eigentlich habe ich das Buch für eine echte Leseflaute aufgehoben, aber die Neugier war stärker und so hab ich das Buch nun auch gelesen.

Hier mein Eindruck:


Mein Fazit:
Ich liebe Julia Quinn und ich liebe die Bridgertons. Insofern habe ich mich wahnsinnig auf dieses Buch gefreut und habe es mit einem Anflug von Wehmut zur Hand genommen. Schließlich ist mir diese hinreissende Familie ans Herz gewachsen und der Gedanke, daß nun Schluß ist, hat mich traurig gestimmt. Nun muß ich gestehen, daß ich wahrlich froh bin, daß die Reihe keine weitere Fortsetzung bekommt. Den Gregorys Geschichte ist leider völlig aus dem Ruder gelaufen, wenn man die Qualität der Vorgängerbände betrachtet.
Zuerst muß ich anmerken, daß sich die Romane der Autorin vornehmlich durch ihren wirklich brillianten Humor auszeichnen. Die Regnecys sind allesamt witzig, spritzig, beschwingt und perlend wie Champagner. Auch dieser Roman hat anfangs ähnliches Lesevergnügen aufkommen lassen. Leider verhält sich das mit dem Humor ähnlich wie mit der Leibspeise: Zu oft und zuviel davon und man überfrisst sich daran. Julia Quinn hat mit ihren humorigen Einlagen wahrlich nicht gespart sondern fast in jedem 2. Satz finden sich "diese spassigen Momente". Leider nutzen sich diese schnell ab, wiederholen sich und wirken nach einiger Zeit nur noch aufgesetzt und plump. Wie schade, daß die Kernqualität ihrer Bücher so Schiffbruch erleiden musste.

Und was ist mit dem Heldenpaar? Da ist einmal Gregory,ein ziemlich fader Held der mich eher genervt als bezaubert hat. Und nun wird mir auch klar, warum Gregory in den Vorgängerbänden kaum eine Rolle gespielt hat. Als Nesthäkchen wurde ihm immer alles sehr einfach und leicht gemacht, er mußte nie Verantwortung übernehemn und um die wichtigen Dinge des Lebens kämpfen. Und diese Charakterentwicklung verfolgt die Leserin während des gesamten Romans. Gregory ist an Selbstherrlichkeit kaum zu überbieten, und dies auf eine wirklich unnachahmlich langweilige Art. Er ist kein echter "Bad Boy" sondern einfach nur langweilig, planlos und von sich völlig überzeugt.
Lucy hingegen hat mir eigentlich recht gut gefallen. Sie ist ausgesprochen ordentlich, gutmütig, hilfsbereit und aufopferungsvoll. Sie ist ein echter Kopfmensch, vorsichtig und sehr sachlich. An sich hätte diese unterschiedliche Charakterkombination das Zeug zu einem Knüller gehabt, wurde aber von jeder Menge plumpen Humor leider begraben.

Die Geschichte zieht sich etwas, fast 200 Seiten lang ist Gregory von seiner Liebe zu Hermione überzeugt und Lucy kuppelt kräftig. Weitere 100 Seiten vergehen, bevor beiden klar wird wo der Hammer hängt und auf den letzten 100 Seiten wird im Schweinsgalopp das ganze Kuddelmuddel aufgedröselt. Klappe - Abspann - Fertig.

Schade, daß die Familie Bridgerton so einen traurigen Abschluß erfahren mußte. Die Autorin hatte offenbar keine Lust mehr auf Bridgertons und das ganze Buch wirkt wirr zusammengeschustert und äußerst lieblos hingekritzelt.

Wertung:
Die 3 Sterne hat es deshalb bekommen, weil ich Julia Quinn dennoch als Autorin sehr schätze, die Familie Bridgerton sehr liebe und sich die Geschichte trotz aller Schwächen gut wegelesen lies. Und wäre das Buch von einer anderne Autorin gewesen, hätte es auch gerne 4 Sterne von mir bekommen. Aber nachdem ich die Vorgänger kenne und - wie gesagt - sehr schätze, hat es diesmal beim besten Willen nicht für mehr als 3 Sterne gereicht....
3 von möglichen 5 Sternchen
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Re: Julia Quinn - Hochzeitsglocken für Lady Lucy

Beitragvon Locke » 15.09.2011, 16:37

:augen :augen :augen
Ich fand die Geschichte toll, aber sorry "wusch" ging gaaaar nicht :roll:
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Re: Julia Quinn - Hochzeitsglocken für Lady Lucy

Beitragvon gini » 08.02.2012, 15:52

für mich war das ein wirklich schöner abschluss der reihe und gregory ein wirklich knuffiger held. ich fand es schade, dass man von ihm in den vorherigen teilen (bis auf eloises + hyacinths) nicht viel mitbekommen hat - was vermutlich aber auch wieder besser war, vielleicht wäre er mir dann doch auf den wecker gegangen - wie hyacinth (die, wie ich bemerken muss, auch in diesem teil meine geduld auf eine harte probe gestellt hat :roll: )

lady lucy mit ihrem hang zur ordnung fand ich klasse und auch, dass sie sich nicht einfach vor lauter liebe und romantik ihre "pflichten" vergisst und mit gregory auf und davon läuft - sehr sympathisch :zwinkern

ein schöner abschluss mit voller punktezahl
"Wer sich selbst auf den Arm nimmt, erspart anderen die Arbeit."
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Re: Julia Quinn - Hochzeitsglocken für Lady Lucy

Beitragvon barbara » 17.05.2015, 14:54

Vielleicht lese ich es immer zum falschen Zeitpunkt. Nachdem es jetzt jahrelang im Regal gesteanden hat, und ich solche Lust auf Regency, habe ich es mal wieder versucht. Aber über die ersten 30 Seiten komme ich nicht hinaus. :sad Jetzt liegt es schon wieder da und wartet. :sad
LG Barbara
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