Karen Robards- Piraten der Liebe

historische Liebesromane mit Piraten/innen als Held/innen

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Karen Robards- Piraten der Liebe

Beitragvon Locke » 02.08.2010, 20:15

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Piraten der Liebe. Er raubte ihr alles - und gab es ihr tausendfach zurück.
Karen Robards
Heyne 1998 Broschiert 443 Seiten

Klapptext
Bei einem Überfall auf das Schiff, da sie nach England bringen soll, fällt die schöne, doch ziehmlich verzogene Cathy in die Hände von Piraten. Der schwarzlockige Kapitän Jonathan sperrt sie in seine Kabine und macht sie zu seiner privaten Gefangenen. Verzweifelt wehrt Cathy sich gegen seine Übergriffe, doch als er sie nach einem Fluchtversuch rettet, ist sie beinahe in Gefahr, seinem Charme zu erliegen...
Quelle: Heyne

Ich bin zeihmlich gespalten, aber ich werde es trotzdem mal versuchen :???:
Also der Anfang ist im Klapptext beschrieben. Jonathan (Jon) vergewaltigt Cathy. Für mich persönlich war das noch (bitte nicht mit dem wahren Leben vergleichen) zu ertragen, denn Cathy genoß Jons Berührungen und Küsse. Zumindestens etwas.
Die Zeit auf dem Schiff ist schnell nacherzählt: sie bringt ihn regelmäßig auf die Palme, er versucht ihren Willen zu brechen und wird sogar einmal handgreiflich (ihr merkt er ist ziemlich brutalo- hat zwar auch eine schwere Kindheit gehabt, aber das rechtfertig es für mich nicht. Es gibt Schlimmeres).
An einem Hafen versucht Cathy zu fliehen und gerät dabei in eine Kneipe mit ziemlich schrägen Leuten. Sie würfeln, wer Cathy zuerst haben darf.
In diesem Moment kommt Jon und versucht sie zu retten. Cathy war noch nie so froh ihn zu sehen, doch er muss sich den Typen stellen. Davor verrät er Cathy noch wo sie die Polizei finden kann. Cathy, nun ihre Gefühle erkennend, läuft jedoch direkt auf sein Schiff, um Hilfe zu holen.
Während der Pflege und auf der Insel merken sie ihre Gefühle zueinander, aber keiner gesteht es dem anderen.
Eines Tages erscheint Cathy Vater mit mehreren Flotten und es beginnt die Rettungsaktion, Jon und die Piraten sollen gehängt werden.
Gelingt es Cathy Jons Leben zu retten....

Meine Meinung
Ich finde die Geschichte eigentlich schön, aber Jon ist echt ein grober Neandertaler und es passiert eine weitere Vergewaltigung, die ziemlich schlecht aufgearbeitet und abgetan wird. Am Ende finden sie zueinander, aber er entschuldigt sich noch nicht mal für sein Verhaten.

3 von 5 Punkten (aber nur weil mir der mittlere Teil der Geschichte gefallen hat)


:stern
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Beitragvon Wildfee » 02.08.2010, 20:22

Ein Roman, der nie in meinem SUB landen wird :roll:

Weiß jemand, ob die Dame öfter Vergewaltigungen in ihren Romanen als Stilmittel verwendet?
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Hat die Blume einen Knick, war die Hummel wohl zu dick.
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Beitragvon Lysa » 02.08.2010, 20:27

Vergewaltigungen sind ja nicht weiter ungewöhnlich, aber wie bitte schön soll man sich in jemanden verlieben und als gleichberechtigter Partner mit ihm leben wollen, wenn der einen vergewaltigt, verprügelt und gegen seinen Willen gefangen hält? Vor allem, wenn man dabei nicht vollständig innerlich zerbrochen ist und das Ganze auf Abhängigkeitsprinzip funktioniert? :roll: Sowas ist nicht romantisch, sondern einfach nur zum :brüll
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Beitragvon Jenny » 03.08.2010, 07:59

Lysa hat geschrieben:Vergewaltigungen sind ja nicht weiter ungewöhnlich, aber wie bitte schön soll man sich in jemanden verlieben und als gleichberechtigter Partner mit ihm leben wollen, wenn der einen vergewaltigt, verprügelt und gegen seinen Willen gefangen hält? Vor allem, wenn man dabei nicht vollständig innerlich zerbrochen ist und das Ganze auf Abhängigkeitsprinzip funktioniert? :roll: Sowas ist nicht romantisch, sondern einfach nur zum :brüll


Vollkommen richtig :ja
Ich hab das Buch vor Jahren mal gelesen - quergelesen, weil mir das einfach zu weit ging :brüll

Von Karen Robards hab ich aber auch schon richtig schöne Bücher gelesen, wie z.B. Geliebter Schuft und Mitternachtsliebe. Die haben mir richtig gut gefallen.
Jetzt sind die guten alten Zeiten, nach denen wir uns in zehn Jahren zurücksehnen
(Peter Ustinov)
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Beitragvon erki_nol » 03.08.2010, 09:22

Das mit dem Würfeln und der Kneipe kam mir bekannt vor. Flugs habe ich dann in meine alte Liste geguckt und gesehen, dass ich "Piraten der Liebe" 2005 gelesen und mit Schulnote 3 bewertet habe, also vielleicht 3 oder 3,5 von 5 Punkten. Ich kann mich aber heute nicht mehr daran erinnern, was mir an dem Buch nicht gefallen hat.

Von Karen Robards habe ich bisher 5 Bücher gelesen, davon haben mir laut meiner Liste "Sommer des Herzens" und vor allem "Fesseln des Herzens" gut gefallen. Ganz schrecklich von ihr fand ich "Süße Orchideen". Aber an die Inhalte kann ich mich nicht mehr erinnern, ist alles schon ein paar Jährchen her.
Buchspiel: 3/7 Büchern gelesen * Meinen Avatar habe ich übrigens auf http://www.planearium.de erstellt.
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Beitragvon Locke » 03.08.2010, 11:14

Ich hatte es auch mal mit 17 gelesen und mir ist auch als gut in Erinnerung geblieben, aber jetzt :roll:
Zum Glück ändern sich Geschmäcker
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Re: Karen Robards- Piraten der Liebe

Beitragvon Merla » 21.05.2013, 05:46

Meine Meinung:

In diesem Roman war mir Jon als Held wirklich unsympathisch. Vergewaltigung (insbesondere bei einem späteren Ereignis sagt sie eindeutig nein und weint auch) und Schläge auf den Hintern sind nun echt unterstes Niveau.
Beim ersten Mal kann man sich darüber streiten, ob es wirklich Vergewaltigung war oder nicht. Da hätte ich vielleicht noch drüber hinwegsehen können. Aber bei einem späteren Mal nicht!
Trotz allem beinhaltet der Roman auch eine sehr spannende Handlung. Die Entführung, Landung auf einer schönen Insel. Betrug/ Einmischung von fremden Dritten, die Jon nahezu das Leben kosten und die Gefühle zwischen beiden empfindlich stören...

Auch wenn die Geschichte ein aus meiner Sicht schönes Happy-End mit allem Drum und Dran hat, wie ich es gerne bezeichne, beinhaltet: Die Verhaltensweisen des "Helden"mag ich nicht!

Meine Bewertung:

3 von 5 Punkten
Eine nettere Verhaltensweise des Helden hätte vielleicht die volle Punktzahl gegeben.
"Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann." (Weisheit der Cree)
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