Kim Kestner: Zeitrausch-Trilogie 1: Spiel d. Vergangenheit

Eine Reise durch Zeit und Raum im Liebesroman

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Kim Kestner: Zeitrausch-Trilogie 1: Spiel d. Vergangenheit

Beitragvon Letanna » 16.03.2014, 13:39



Klapptext:
Es sollte ein gewöhnlicher Sommerferientag werden. Ausschlafen, frühstücken, vom kleinen Bruder genervt werden, die Sonne genießen. Doch dann muss die siebzehnjährige Alison feststellen, dass ihr Bruder verschwunden ist. Schlimmer noch, es hat ihn nie gegeben - zumindest nicht in dieser Realität. Und damit beginnt das Spiel: Im Rausch durch die Zeiten, vor Millionen von Zuschauern und einer unerbittlichen Jury bekommt Alison die Aufgabe, die Vergangenheit so zu korrigieren, dass sie wieder in ihre ursprüngliche Gegenwart zurückkehren kann. Eine Aufgabe, die Alison durch sämtliche Jahrhunderte führt, vor unmögliche Herausforderungen stellt und viel schwieriger ist, als sie es sich jemals vorgestellt hat. Gerade mit dem geheimnisvollen Kay an ihrer Seite, der sie viel besser kennt, als es eigentlich möglich sein sollte …
Quelle: Impress Verlag

Meine Meinung:
Der Tag fängt für Alison völlig normal an, ihre Mutter hat für alle Frühstück gemacht, ihr kleiner Bruder nervt und ihre beste Freundin will sich unbedingt das neue IPhone kaufen. Dann plötzlich befindet sich Alison über 400 Jahre in der Zukunft und muss in einer perfiden Realityshow um ihre eigene Gegenwart kämpfen. Denn jede kleine Veränderung in der Vergangenheit verändert ihre Gegenwart, wie sie schmerzlich feststellen muss. Sie wird immer wieder in die Vergangenheit geschickt, ihr zur Seite Kay, der sie als Scout unterstützen soll. Kay verheimlicht irgend etwas vor ihr, scheint er sie doch zu kennen. Jetzt muss Alison kämpfen, um ihre Familie wieder zurück zu bekommen.

Das Buch hat mich doch sehr positiv überrascht. Ich habe eher einen romantischen Zeitreiseroman erwartet, was ich hier aber vorgefunden habe, war eine wirklich gelungene Mischung aus Dystopie und Zeitreiseroman. Aber natürlich gibt es auch eine Liebesgeschichte. Die Handlung ist sehr rasant, es geht nur so Schlag auf Schlag. Die Autorin überrascht den Leser immer wieder mit unerwarteten Wendungen. Ständig wechselt Alison zwischen den Zeiten, um ihre ursprüngliche Gegenwart wieder herzustellen. Das macht sie natürlich nicht freiwilligt, sondern unter Zwang. Man hat sie einfach aus ihrer Zeit entführt und jetzt zwingt man sie, an dieser Show teilzunehmen.
Kay bleibt eigentlich die ganze Zeit über sehr verschlossen, erst zum Ende hin erfahren wir wer er wirklich ist und was er mit Alison zu tun hat.
Das Ende ist sehr offen und lässt mich mit vielen Fragen zurück. Zum Glück erscheint die Fortsetzung noch dieses Jahr.

Von mir gibt es 10 von 10 Punkten.

:stern
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Re: Kim Kestner: Zeitrausch-Trilogie 1: Spiel d. Vergangenhe

Beitragvon Marina G. » 16.03.2014, 17:50

In welcher Form ist der Roman geschrieben? Ich oder Dritteperson?
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Re: Kim Kestner: Zeitrausch-Trilogie 1: Spiel d. Vergangenhe

Beitragvon Schatzjägerin » 28.05.2014, 14:14

Ich-Person und Präsens. Was ich ansonsten nicht so mag (also das Präsens. In Ich-Form lese ich auch sehr gerne), aber hierbei merkt man es kaum.
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Re: Kim Kestner: Zeitrausch-Trilogie 1: Spiel d. Vergangenhe

Beitragvon Schatzjägerin » 28.05.2014, 14:21

Obwohl ich geguckt hatte, habe ich wohl völlig übersehen, dass es schon eine Rezi von diesem Buch gibt. Da es aber einige Arbeit war, werde ich meine hier nochmal einstellen:


Das hier ist ein wunderbarer Zeitreise-/Jugendroman allererster Klasse. Ich weiß nicht, wie viele Leser hier auch Jugendromane lesen, aber den hier kann ich echt empfehlen. Sehr spannend und gut gemacht. Es ist eine Mischung aus 'Die Tribute von Panem' und der Edelstein-Trilo. Ich möchte auch nicht zu viel verraten, weil man am besten alles von Anfang an erleben muss, ohne zu viel Vorwissen zu haben. Es spart nicht mit Überraschungen, und man fiebert richtig mit den Protagonisten mit. Es hat schon ein kleines offenes Ende und man ist gespannt, was sich die Autorin als nächstes überlegt hat.
Ich finde gut, dass so "real" mit den Veränderungen in der Zeit umgegangen wird.

Ich verrate jetzt nicht allzu viel, trotzdem rate ich jeden, sich unvorbereitet auf das Buch einzulassen:

Alyson wird aus ihrer Zeit und Realität geholt, damit gelangweilte Menschen der Zukunft ne Art Reality-Show abhalten können. Sie verändern einen kleinen Teil (wobei "klein" für Alyson da ganz und gar nicht zutrifft). Um diese Realität wieder herzustellen, wird sie zu einem Punkt in der Zeit zurückgeschickt, an der etwas verändert oder verhindert werden muss. Sie bekommt unbestimmt viele Versuche, wobei sie bei jedem in eine andere, frühere Zeit geschickt wird, wenn sie diese Realität nicht annimmt. Ohne jegliches Vorwissen muss sie das bewältigen. Da passiert es selbstverständlich, dass das was sie verändert hat, eine nur noch schlimmere Zukunft für sie bereit hält.
Alyson ist zu Anfang eine normale Jugentliche, die sich mit ihrem Bruder streitet und ihr neumodisches Leben genießt. Im Laufe der Geschichte kann man ihr regelrecht beim erwachsenwerden zusehen. Was sie alles lernen muss, um zu überleben ist so interessant zu lesen, wie es für sie lebenswichtig ist. Man merkt, dass die Autorin sich viel Mühe beim recherchieren gegeben hat.
Kay finde ich auch toll. Er ist erst sehr reserviert und krantig zu ihr. Sagt ihr am Anfang nur, dass er ihr nicht mehr sagen kann. Anstatt dass es nevt, freut man sich, dass Alyson das nicht einfach auf sich sitzen lässt und hartnäckig in ihrer Wissbegierde bleibt und ihn immer wieder drängt, alles auszuspucken. Für die, die beim Lesen denken, ach schon wieder so ein unnahbarer Held, der dann irgendwann weicher wird.... er hat einen echt guten Grund, warum er so zu ihr ist.
:verliebt

Nun kommt es auf die Folgebände an, ob sich das Niveau halten kann. Und ich hoffe echt, dass diese Buchreihe ein Happy End hat, denn nach diesem Ende weiß ich nicht, wie Autorin das bewerkstelligt. :angsthase Denn auf das Mitgefühl der Showmaker kann man eher lange warten. Ich hasse Geschichten, wo die beiden sich am Ende nicht kriegen. :wein Vor allem bei Büchern, die mir ansonsten sehr gut gefallen.

Also:
:angsthase :angsthase :angsthase :angsthase :angsthase bange Smilies (von fünf) von mir.
Schatzjägerin
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