J.R. Ward - Black Dagger Legacy 3. Zorn des Geliebten

Liebesromane mit phantastischen und/oder mystischen Elementen

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J.R. Ward - Black Dagger Legacy 3. Zorn des Geliebten

Beitragvon mallory » 07.07.2018, 12:44

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Black Dagger Legacy 3. Zorn des Geliebten

Inhalt: Peyton, Sohn des Peythone, hat alles, was sich ein Vampir nur wünschen kann: Er stammt aus einer ebenso angesehenen wie reichen Adelsfamilie, er sieht unverschämt gut aus und die Frauen liegen ihm reihenweise zu Füßen. Bis auf eine: Novo, die schöne Vampirin, die zusammen mit Peyton von der Bruderschaft der Black Dagger für den Kampf gegen die Lesser ausgebildet wird. Sie hat den Körper einer Göttin und das Herz einer Kriegerin - und für einen verwöhnten Schnösel wie Peyton hat sie eigentlich gar nichts übrig. Trotzdem beginnen die beiden so ungleichen Vampire eine stürmische Affäre miteinander - nur Sex, keine Gefühle, wie sie einander immer wieder versichern. Als Novo im Einsatz schwer verletzt wird, merkt Peyton, dass er der Vampirin bereits mit Haut und Haaren verfallen ist. Doch Novo vertraut ihm nicht und zum ersten Mal in seinem Leben muss Peyton um etwas kämpfen: die Liebe seiner Traumfrau... Quelle: HEYNE Verlag

Meine Meinung: Wie so oft verfälscht der Klappentext die tatsächlichen Gegebenheiten wieder mal etwas. Ja, Novo und Peyton trainieren zusammen. Und es ist auch richtig dass Peyton aus einer Adelsfamilie kommt und mit dem goldenen Löffel im Mund geboren wurde während Novo eine Zivilistin ist. Doch wer die vorherigen Bände der "Legacy" gelesen hat der weiß auch, dass Peyton nicht einfach nur ein verwöhnter Schnösel ist sondern eigentlich ein ziemlich kaputter Typ. Unglücklich verliebt, in seiner reichen Welt ein Außenseiter, flüchtet er sich in Sarkasmus und Drogen und mehr als einmal stiegen mir die Tränen in die Augen ob seiner Verzweiflung und Entwurzelung. Novo dagegen scheint, wie Axe im 2. Band der Reihe, eine Vampirin mit recht hartem Herzen und recht ausgefallenen sexuellen Vorlieben zu sein. Doch im Laufe des Buches kommen immer mehr ihrer Geheimnisse ans Licht und es wird vollkommen klar und verständlich, warum sie so wurde wie sie ist. Sie hat Schreckliches erlebt und jedes Recht ihr Herz durch Distanz und Sarkasmus zu schützen. Dass diese beiden Protagonisten tatsächlich zusammenfinden scheint unwahrscheinlich doch die Autorin hat dies ganz wunderbar geschrieben.
Was der Verlag leider komplett verschweigt ist, dass es noch ein zweites Paar in der Geschichte gibt, das sich die Seitenzahl gleichberechtigt mit Peyton und Novo teilt. Saxton, der Anwalt des Königs, hat in der Black Dagger-Reihe zu Gunsten von Qhuinn auf seinen Geliebten Blay verzichtet. Dass es ihm das Herz gebrochen hat hat er versucht zu verbergen, doch inzwischen ist er so weit dass er überlegt aus Caldwell weg zu ziehen und woanders ganz neu anzufangen, weil es ihn immer aufs Neue verletzt zu sehen wie glücklich sein Ex und dessen Gefährte inzwischen sind. Doch dann kommt Ruhn ins Haus. Er ist der Onkel von Bitty, der Adoptivtochter von Rhage und Mary und ein sehr ruhiger, bescheidener Mann. Noch nie hatte er Interesse an Männern und er kann sich schon gar nicht vorstellen dass ein adeliger, hochgebildeter Vampir wie Saxton etwas anderes als Verachtung für ihn, den einfachen Arbeiter und Analphabeten, empfinden könnte. Doch zwischen den beiden entwickelt sich im Laufe des Buches eine wunderschöne Liebesgeschichte, die allerdings zwischendurch sehr dramatische Momente hat.

Mit der Black Dagger Legacy hat J.R. Ward für mich bewiesen dass sie es noch kann. Obwohl ich immer noch die ganze Black Dagger-Reihe sammle habe ich bisher die letzten beiden Bände immer noch nicht gelesen. Ich habe an verschiedenen Stellen ins Buch geschaut und jedes Mal war es Düsternis und Verzweiflung, hoffnungslose Liebe und Drama und ich konnte mich noch nicht überwinden die Geschichte wirklich zu lesen. Die Black Dagger Legacy dagegen ist so wie es die ersten Bücher der Black Dagger-Reihe waren: Sie konzentriert sich auf ein - in diesem Fall zwei - Paare und spinnt spannende, unterhaltsame Geschichten drumrum. Ein paar der Brüder haben immer größere Rollen, andere dagegen tauchen gar nicht auf, wie hier z.B. Butch. Trotz der Tragik, die vor allem Ruhn und Novo in ihrer Vergangenheit erleben mussten und trotz des Kummers der Peyton und Saxton zugefügt wurde, ist diese Geschichte - und auch die beiden Bände davor - leichter und hoffnungsvoller als die ursprüngliche Black Dagger-Reihe. Die werde ich wohl bis zum Ende sammeln, auch wenn ich sie nicht mehr direkt nach Erhalt lese. Die Black Dagger Legacy dagegen erwarte ich sehnsüchtig und freue mich jetzt schon auf den 4. Band! Es gibt da ja immer noch einen Schüler, der bisher kaum auffällig wurde: Boone, der noch keine fünf Sätze in den ganzen drei Bücher gesagt hat, aber, wenn ich die Andeutungen richtig verstanden habe, eine wesentliche spannendere Geschichte hat als man vermuten würde. Und ich könnte mir auch schon die passende Partnerin für ihn vorstellen. :) Ich bin sehr gespannt!

Meine Wertung:

5 von 5 :lesen

:stern
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Re: J.R. Ward - Black Dagger Legacy 3. Zorn des Geliebten

Beitragvon Letanna » 07.07.2018, 17:24

Ich habe die letzten beiden Bücher von Black Dagger auch noch nicht gelesen. :helga
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Re: J.R. Ward - Black Dagger Legacy 3. Zorn des Geliebten

Beitragvon gini » 08.07.2018, 08:42

ich hab nach qhuinn uns blay aufgehört.
aber saxton interessiert mich :helga
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Re: J.R. Ward - Black Dagger Legacy 3. Zorn des Geliebten

Beitragvon mallory » 08.07.2018, 09:10

Wie gesagt, ich finde die neue Reihe viel schöner als die letzten der ursprünglichen Reihe. Die zweite Königsstory fand ich noch recht ansprechend und auch das Buch über die Schatten hatte enormes Dramapotential und ich habe mehr als einmal geheult, vor allem gegen Ende, wenn es nur von einen von ihnen ein Happy End gibt. Was ich gar nicht gebraucht hätte war die zweite Story um Rhage, Mary und die Adoption. Auch das Buch hatte gute Szenen, nämlich die dramatische Geburt der Zwillinge von Rhage und Layla, aber im Großen und Ganzen fand ich die Story überflüssig. Und das nächste Buch, in dem dann Layla endlich ihren Xcor bekommt, in dem führt sich Qhuinn so schrecklich auf, dass ich mich noch gar nicht weiter ran getraut habe. Also nein, ich lese inzwischen lieber die Legacy als die ursprüngliche Reihe.
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Re: J.R. Ward - Black Dagger Legacy 3. Zorn des Geliebten

Beitragvon Marina G. » 08.07.2018, 21:54

Ich hab ganz übersehen, das es das Buch schon gibt. Ich hab es gleich bestellt.
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