Tharah Meester - Der Inbegriff von Biederkeit (Gay)

Liebesromane mit phantastischen und/oder mystischen Elementen

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Tharah Meester - Der Inbegriff von Biederkeit (Gay)

Beitragvon mallory » 28.08.2017, 17:35

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Inhalt: Drystane Marshall, Ascots vorzüglichster und tollkühnster Zeitungsschreiber, lässt nichts zwischen sich und eine gute Story kommen. Als die Geliebte eines zwielichtigen Politikers ermordet wird, ist er wie stets der Erste am Tatort. Sein journalistischer Eifer stößt jedoch auf die verschränkten Arme Donatien Giancovellis, der ihn in seiner gewohnt schroffen Art an der Ausübung seiner Pflichten hindert. Damit nicht genug, vermutet Drystane hinter dessen Verhalten noch viel durchtriebenere Motive. Ist der biedere Detective Sergeant etwa mit dem Geheimbund verbandelt und wartet nur darauf, ihn im richtigen Augenblick aus dem Weg zu schaffen?
Während er sich bemüht, die Wahrheit herauszufinden, muss er sich eingestehen, dass er sich der geheimnisvollen Ausstrahlung des stummen Polizisten nicht entziehen kann und es auch gar nicht will.

Meine Meinung: Nachdem mich Giancovelli mit seiner geheimnisvollen Art schon in "Der Tischler und sein Stutzer" sehr neugierig gemacht hatte konnte ich gar nicht anders als sofort seine Geschichte zu laden und zu lesen. Und was soll ich sagen? Schlaf wird vollkommen überbewertet und ich habe die 668 Seiten seit gestern in jeder freien Minute inhaliert. :lol:
Die beiden Charaktere sind herrlich. Drystane total überdreht, durch sein mangelndes Selbstbewusstsein immer auf der Jagd danach der Beste zu sein und Giancovelli, der scheinbar stumme Polizist mit der schrecklichen Vergangenheit und einem grauenhaften Geheimnis, das ihn nahezu seelisch und körperlich zerstört hat.
Als nun Drystane durch seinen Übereifer bei einem Polizeieinsatz schuld daran hat dass das Liebste Giancovellis getötet wird begreift er endlich, was er mit seinem Ehrgeiz angestellt hat und versucht von da ab Giancovelli vom Selbstmord abzuhalten. Die Methoden die er dazu anwendet sind sehr unkonventionell und bringt die beiden gleich wieder in Gefahr. Während sie sich ständig streiten (in Gebärdensprache) versuchen beide davon abzulenken dass sie sich bereits vom ersten Blick an gegenseitig verfallen waren da es - wie bei Tharah Meester nicht anders üblich - ja gar nicht sein kann dass der andere ernstzunehmendes Interesse an so einem minderwertigen Mann haben kann. Das könnte nun irgendwann langweilig werden, doch ich habe die letzten Tage drei Romane der Autorin gelesen in denen dieser Sachverhalt zwischen den Liebenden steht und sie schaffte es immer wieder mich zu rühren und mitleiden zu lassen, dass ich mehr als einmal Tränen in den Augen hatte.
Hier kommt nun noch eine spannende Kriminalgeschichte über einen kriminellen Geheimbund dazu der die beiden Helden in Gefahr bringt und das Ende bzw der Nachspann lässt vermuten, dass eine weitere Person, die in diesem Roman eine wichtige Nebenrolle spielte, vielleicht doch nicht tot ist und noch eine eigene Geschichte bekommen wird. Ich bin gespannt und hoffe...

Meine Wertung:

5 von 5 :lesen

:stern
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Re: Tharah Meester - Der Inbegriff von Biederkeit

Beitragvon gini » 28.08.2017, 18:05

klingt interessant :zwinkern
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Re: Tharah Meester - Der Inbegriff von Biederkeit

Beitragvon mallory » 28.08.2017, 20:12

Ist es auch. Ich kann aber empfehlen erst "Der Tischler und sein Stutzer" zu lesen, das braucht man nicht zwingend zum Verständnis, aber es wird im "Inbegriff der Biederkeit" immer wieder auf den Kriminalfall davor Bezug genommen und auch die beiden Protas haben im ersten Teil ihren ersten gemeinsamen Auftritt.
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Re: Tharah Meester - Der Inbegriff von Biederkeit

Beitragvon gini » 30.08.2017, 08:54

ich hab das buch gestern in einem rutsch durchgelesen - allerdings ohne den vorgängerband gelesen zu haben, da hat mich die story nicht interessiert. ich fand die geschichte sehr schön. die spannung zwischen den beiden war gut spürbar und auch die annäherung zwischen ihnen fand ich schön beschrieben. gegen ende hin fand ich etwas arg kitschig - das war mir dann doch eine spur zu viel :lol: den krimiplot fand ich eher langweilig, steht für mich bei solchen büchernaber nicht im vordergrund.

4,5/5
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