Susann Julieva - Refugium: Seelenstaub

Liebesromane mit phantastischen und/oder mystischen Elementen

Moderatoren: mallory, Mondfrau

Susann Julieva - Refugium: Seelenstaub

Beitragvon mallory » 14.09.2019, 12:45

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Refugium: Seelenstaub

Inhalt: Poe läuft die Zeit davon: Von mysteriösen, dunklen Mächten gejagt, schlägt er sich mit seinem besten Freund Remy als Taschendieb und Trickbetrüger durchs Leben. Doch auch Remy flieht vor einem Schicksal, aus dem es scheinbar kein Entkommen gibt – wären da nicht Poes geheimnisvolle Kräfte, die das Blatt noch wenden könnten. Während ihre Lage immer bedrohlicher wird, begreift Poe, dass es für ihn keine Zukunft ohne Remy gibt, denn dieser ist der Teil seiner Seele, den er unmöglich verlieren kann... Quelle: Verlag

Warnung: Enthält Sex zwischen Männern!

Meine Meinung: Wunderschön und wahrhaft magisch! Nachdem ich die Leseprobe gelesen hatte habe ich mir das Buch zugelegt. Und obwohl ich dann noch einige Wochen nicht dazu kam es zu lesen konnte ich an keinen Geldautomaten gehen ohne dass mir die Geschichte wieder einfiel. Zu sehr hatte mich das erste Kapitel und die Arbeit der beiden Taschendiebe beeindruckt. Schließlich konnte ich nicht mehr widerstehen und habe mit der Geschichte begonnen, von der ich nicht wirklich wusste was mich erwartet.
Es beginnt relativ normal, zwei junge Männer, die sich auf der Straße durchschlagen, nachdem sie vor Jahren aus dem Kinderheim flüchten mussten. Warum sie das mussten erfährt man erst im Laufe der Geschichte, doch einige von Poes unerklärlichen Fähigkeiten zeigen sich schon früher. Der magische Anteil der Story entwickelt sich erst langsam, er zeigt sich zuerst durch Poes Fähigkeit zur Teleportation und durch den „dunklen Engel“ der versucht Poe zu töten.
Nach und nach wird dieser übersinnliche Anteil durch das Auftreten von weiteren Personen aus der magischen Welt immer größer, doch die Autorin hat es geschafft auch die Beziehung zwischen Poe und Remy gleichwertig zu behandeln. Diese ist mit viel Tragik verknüpft da Remy todkrank ist und Poe in der Lage sein Todesdatum zu sehen das immer schneller näher rückt.
Sehr eindringlich und mit einer zutiefst traurigen Atmosphäre musste ich Remys langsames Sterben und Poes dadurch verursachten Schmerz und Kummer miterleben und konnte mir nicht vorstellen wie die Autorin hieraus noch ein Happy End schaffen will. Doch durch das Gegengewicht von genug Action, unerwarteten Helfern und einigen verblüffenden Begebenheiten findet das Buch schließlich ein Ende, das ich so nicht erwartet habe, das mich aber vollkommen überzeugt hat. Ein wirklich magisches Leseerlebnis!

Meine Wertung:

5 von 5 :lesen

:stern
Etwas Muße braucht der Mensch, eine Blume und ein Buch.
Else Pannek (1932-2010)
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