Nakkita - Haut an Haut

Liebesromane unserer Zeit ala Sparks, Ahern, Patterson und Co

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Nakkita - Haut an Haut

Beitragvon mallory » 19.04.2021, 14:29

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Haut an Haut

Inhalt: Marcel ist neu in der Stadt und tut sich schwer, Freunde zu finden. Auf der Suche nach sozialem Kontakt nimmt er an einer Kuschelparty teil und findet sich in den Armen des mürrischen und stillen Hannes wieder, der ihn zwar einschüchtert, aber dessen Wärme zugleich wie Balsam auf seine Seele wirkt. Die beiden beschließen, Kuschel-Kumpels zu werden, um der kalten Welt gelegentlich mit unverbindlichen, platonischen Streicheleinheiten zu entfliehen. Eigentlich ein guter Deal – wenn die Schmusestunden nicht doch tiefere Gefühle auslösen würden... Quelle: Autorin

Meine Meinung: Wunderschön und doch so traurig

Marcel und Hannes sind so gegensätzlich wie es nur geht. Dennoch finden sie sich als Kuschelpartner. Doch während Hannes auf strengen Regeln besteht werden Marcels Gefühle für Hannes immer stärker und er selbst immer unglücklicher.
Die Autorin hat die Kuschelparty und die späteren Kuschelszenen zwischen Marcel und Hannes wunderschön beschrieben. Die Wärme, die Geborgenheit und das Fallenlassen in die wohligen Gefühle sprangen förmlich auf mich über. Daher finde ich das Buch trotz seiner latent traurigen Stimmung wunderschön.
Traurig hat es mich gemacht weil es nur aus Marcels Sicht geschrieben wurde und man deshalb mit ihm annehmen muss dass Hannes, außer beim Kuscheln, gefühlskalt und abweisend ist.
Marcel, der im Laufe der Wochen feststellt, dass er zumindest bi-sexuell sein muss und sich in Hannes verliebt wird immer unglücklicher und hoffnungsloser. Dabei steckt hinter dem schweigsamen, verschlossenen Hannes viel mehr Tiefe als es zuerst scheint.

Was das in einer Amazon-Rezension bemängelte Thema "fehlender Sex" angeht: Das ganze Buch handelt ja vom Kuscheln, deshalb finde ich es absolut angenehm und passend, dass nicht am Ende noch eine Sexszene hineingezwungen wird. So ist die Geschichte rundum harmonisch und dreht sich wirklich hauptsächlich um die wachsenden und sich verändernden Gefühle der beiden Männer.

Meine Wertung:

5 von 5 :lesen
Etwas Muße braucht der Mensch, eine Blume und ein Buch.
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Re: Nakkita - Haut an Haut

Beitragvon steffie2006 » 19.04.2021, 16:26

Ich habe die Geschichte auch gelesen und mir hat sie sehr gut gefallen. Wie du muss ich bemängeln, dass die Geschichte nur aus Sicht von Marcel geschrieben wurde.
Aber ansonsten echt schön.
Liebe Grüße
Steffi
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Re: Nakkita - Haut an Haut

Beitragvon mallory » 19.04.2021, 18:23

Ich bemängele das eigentlich nicht, dadurch war die Ungewissheit, ob aus den beiden was werden kann und wie sich Hannes entwickeln wird, ja viel größer. Das fand ich gerade in diesem Fall mal richtig gut, auch wenn ich sonst Bücher aus der Sicht von beiden Protas besser finde. Aber hier habe ich richtig mit Marcel mitgelitten und war mit ihm traurig.
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