Catherine Bybee - Fast ein Date

Liebesromane unserer Zeit ala Sparks, Ahern, Patterson und Co

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Catherine Bybee - Fast ein Date

Beitragvon Marina G. » 21.09.2014, 10:06

Originaltitel: Note Quite Dating
Verlag: AmazonCrossing (August 2014)



Klappentext:
Jessica Mann ist alleinerziehende Mutter. Sie arbeitet als Kellnerin und muss sich auf das Praktische im Leben beschränken. Deshalb hat sie keine Zeit auszugehen, um jemanden kennenzulernen und wenn, dann müsste es schon ein reicher Mann sein, damit sie ihrem Sohn eine bessere Zukunft bieten könnte.

Eines Tages kommt Jack Morrison in das Restaurant, in dem sie arbeitet. Er trägt Cowboyhut und Jeans, ist äußerst charmant, sehr sexy und er scheint nur wenig Geld zu haben. »Jessie« versucht sich gegen seine Flirtversuche zu wehren, denn als unbekümmerter Träumer könnte er ihr die finanzielle Sicherheit, die sie braucht, nicht bieten. Doch bald fällt es Jessie immer schwerer, dem attraktiven Cowboy aus Texas zu widerstehen. Außerdem steht Weihnachten vor der Tür, da ist niemand gerne allein.

Jack ist als reicher Erbe der luxuriösen Morrison Hotels daran gewöhnt, dass ihm die Frauen zu Füßen liegen. Aber er möchte eine Frau, die ihn liebt – und nicht sein Geld. Er verliebt sich in Jessie, obwohl ihre Abwehrhaltung wenig Erfolg verspricht. Jack hält seine wahre Identität geheim und bietet Jessie bei der Suche nach einem reichen Mann seine Hilfe an. Doch Jacks wagemutiges Schauspiel könnte seinen größten Weihnachtswunsch platzen lassen.
Quelle: AmazonCrossing

Meine Einschätzung:
Der reiche Millionär und Hotelerbe Jack Morrison hat es satt, dass ihn Frauen nur des Geldes wegen haben wollen. Er will endlich eine Frau kennen lernen, die ihn als Mann und nicht sein Geld liebt. Als er mit seinen Freunden den Junggesellenabschied von Dean feiert, sind die Männer mit einem alten Auto unterwegs und bestellen in einem kleinen Diner Frühstück. Dort lernt Jack die süße Kellnerin Jessie kennen. Er beginnt mit ihr zu flirten, doch sie lässt ihn abblitzen, weil sie sich einen reichen Mann angeln will und Jack mit seinem alten Auto und Cowboyhut alles andere als reich ist. So etwas ist ihm noch nie passiert! Doch Jack ist so von Jessie fasziniert, dass er nicht locker lassen will. Er verrät ihr nicht, dass er eigentlich in Geld schwimmt und beide entwickeln eine Freundschaft. Jack bietet ihr seine Hilfe bei der Suche nach einem reichen Mann an. Doch je mehr Zeit sie zusammen verbringen, desto mehr verliebt sich Jack in Jessie, doch wie wird sie reagieren wenn er ihr die Wahrheit über sich erzählt?

Jessica Mann ist Single-Mom und muss als Kellnerin für sich und ihren kleinen Sohn sorgen. Ihre Wohnung teilt sie auch mit ihrer Schwester Monica. Männer haben sie bis jetzt nur enttäuscht und sie hat sich geschworen, sich nie mehr mit einem Versager einzulassen. Wenn sie sich je wieder verlieben sollte, dann in einen reichen Mann, der ihr und ihrem Sohn ein gutes Leben bieten kann. Da lernt sie den Cowboy Jack kennen. Obwohl sie sich sofort zu ihm hingezogen fühlt und auch ihr kleiner Sohn Danny Jack sofort in sein Herz schließt, bleibt sie zunächst auf Abstand. Denn Jacks Auto und sein Nebenjob als Kellner sprechen nicht dafür, dass er eine Familie ernähren könnte und doch ist die Liebe stärker...

Im ersten Teil der "Not Quite" Serie von Catherine Bybee treffen zwei ganz interessante Menschen aufeinander: Auf der einen Seite ist das Jack, der eigentlich ein reicher Erbe ist, aber sich nach der wahren Liebe sehnt und nicht nur auf sein Geld reduziert werden will und auf der anderen Seite Jessica, die ein hartes Leben führt und jeden Cent zweimal umdrehen muss und sich einen starken Partner wünscht, an dessen Schulter sie sich anlehnen kann und der sie und ihren Sohn auch finanziell entlastet. Mit viel Gefühl und Romantik lässt die Autorin die Figuren langsam zu einander finden und erkennen, dass sie sich sehr lieben. Wie auch in ihren anderen Romanen ist auch dieses Buch wieder sehr flüssig und angenehm geschrieben und erinnert an ein modernes Märchen.

Bewertung:
5 von 5 Punkten


:stern
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Marina G.
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Re: Catherine Bybee - Fast ein Date

Beitragvon Kendra » 26.09.2014, 14:27

Die Rezi kann ich voll unterschreiben. :klatsch
Das Buch war unterhaltsam und las sich in einem Rutsch weg. Ich freue mich schon auf den Nachfolgeband.

Von mir gibt es auch die volle Punktzahl.
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Re: Catherine Bybee - Fast ein Date

Beitragvon barbara » 26.09.2014, 16:23

Von mir auch die volle Punktzahl. Ich warte schon sehnsüchtig auf die nächsten Bücher von ihr. :augen
LG Barbara
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Re: Catherine Bybee - Fast ein Date

Beitragvon Anke » 31.08.2017, 09:47

Ich hänge mich mal mit meiner Bewertung einfach hier dran; aber als kleiner Hinweis: ich habe das Hörbuch gehört.

Ankes Bewertung

Es ist schon eine Weile her, dass ich mich Romanen, bzw. Hörbüchern, von Catherine Bybee gewidmet habe. Aber ich gebe zu, dass ich es generell mit dem Lesen, und Hören, die letzte Zeit nicht so hatte; derweil ich aber historischen Liebesromanen etwas offener gegenüber war. Die erste Liebe vergeht dann eben doch nicht so schnell.

In der letzten Zeit erleben jedoch Contemporary bei mir wieder eine kleine Renaissance; was vielleicht auch meine lange Genre-Auszeit begünstigt; und damit ist auch Catherine Bybee wieder auf meinem Lese/Hör-Radar aufgetaucht, zumal ich die Autorin in bisher durchweg positiver Erinnerung habe.

Spontan habe ich mich entschieden, mich diesmal hör-technisch ihrer „Not quite“-Serie zu widmen, bisher habe nur Teile der „Weekday Brides“ gehört. Eine gute Wendung, die ich nicht bereut habe.

Aber ganz ehrlich, was konnte ich falsch machen? Catherine Bybee kann eben erzählen. Sie kann Figuren zum Leben erwecken, mit denen man mitleidet und mitfiebert und mit denen man sich mitverliebt. Die Autorin ist für mich quasi ein Garant dafür, dass man nichts falsch machen kann, zumal eine qualitativ hochwertige Übersetzung und eine hervorragende Umsetzung als Hörbuch, sowie eine tolle Sprecherauswahl, das Vergnügen abrunden - nun ja, sagen wir mal fast nichts. Nobody is perfect.

Aber bei all den Lorbeeren muss ich aber auch ehrlich sein, dass es in der Geschichte auch ein paar Stellen und Entwicklungen gibt, die meinem persönlichen Lesegeschmack nicht so sehr zugesagt haben: etwa das Beharren der Hauptfigur Jessica, das für sie nur ein reicher Mann infrage kommt.

Nun per se, ist das ja kein Problem (hat ja Marilyn Monroe in „Wie angelt man sich einen Millionär“ auch gemacht und war dabei überzeugend bezaubernd). Aber die Art und Weise, wie die Autorin mir die Meinung ihrer Figur vermittelt hat, machte sie mir gänzlich unsympathisch.

Und auch nachdem die Figur ihren Denkfehler erkannt hat, blieb sie für mich weiterhin oberflächlich blieb, da konnte die Autorin noch so geschickt argumentieren. Sprich, ich konnte mich über die ganze Geschichte hinweg nicht mit ihr anfreunden. Und dass, obwohl die Figur definitiv ihre liebenswerten und sympathischen Eigenschaften hat und diese auch in der Geschichte herausgestellt wurden.
Ansonsten hatte ich überhaupt nichts gegen die „Wie angelt man sich einen Millionär“-Geschichte einzuwenden; ganz im Gegenteil, mir hat es unheimlich viel Spaß gemacht auf einen solchen Plot zu stoßen (weil ich diesen alten Marilyn Monroe-Film so sehr liebe.)

Persönlich hat mir die Auflösung des „ich bin kein armer Schlucker, sondern Millionär“ im Film wesentlich besser gefallen einfach, weil sie spritziger - und kürzer war, aber mit diesem Punkt (das Hinauszögern des Endes eines Liebesromans durch, meiner Meinung nach, unnötiges hin und her) habe ich eh nur wenig Geduld. Also sehe ich es der Autorin einmal nach.

Kurz gefasst: Vergnügliches und turbulentes, sehr gekonnt vorgetragenes, Hörvergnügen für Hörer (und Leser), die sich eine „Wie angelt man sich einen Millionär“-Geschichte wünschen.

4 von 5 Punkten
๑ ๑ ๑ ๑ ๑ ๑ ๑ ๑ ►Liebe Grüße, eure Anke◄ ๑ ๑ ๑ ๑ ๑ ๑ ๑ ๑ ๑

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