Catherine Bybee - Fast mein Baby

Liebesromane unserer Zeit ala Sparks, Ahern, Patterson und Co

Moderatoren: mallory, Mondfrau, gini

Catherine Bybee - Fast mein Baby

Beitragvon Marina G. » 14.02.2015, 17:29

Orignialtitel: Not Quite Mine
Verlag: AmazonCrossing (Jänner 2015)



Klappentext:
Die reiche, gut aussehende Hotelerbin Katelyn Morrison scheint alles im Leben zu haben. Doch als »Katie« auf der Hochzeit ihres Bruders Dean Prescott wiederbegegnet, dem einzigen Mann, den sie jemals geliebt hat, merkt sie, dass ihr das entscheidende Quäntchen zum Glück im Leben fehlt.

Nach der Feier geschieht etwas gänzlich Unerwartetes. Sie findet ein Baby vor ihrer Wohnungstür. Katie will den Säugling geheim halten, bis sie herausgefunden hat, wer die Mutter des kleinen Mädchens ist. Sie kann dabei gar nicht gebrauchen, dass Dean herumschnüffelt ... vor allem, weil seine Gegenwart Gefühle weckt, die sie schon lange verloren geglaubt hatte.

Dean Prescott merkt, dass Katie ihm etwas verheimlicht. Eigentlich sollte ihn das Leben der Frau, die sein Herz gebrochen hat, nichts angehen ... und eigentlich sollte er auch keine Gefühle mehr für sie haben und ständig ihre Nähe suchen.

Am Ende scheint ihre Liebe eine zweite Chance zu bekommen. Doch als sie das Rätsel um das geheime Baby lösen, steht ihr wiedergefundenes Glück erneut auf dem Spiel.
Quelle: AmazonCrossing

Meine Einschätzung:
Bei der Hochzeit ihres Bruders Jack Morrison trifft die reiche Hotelerbin Katelyn Morrison wieder auf Dean Prescott. Er ist nicht nur einer der besten Freunde ihres Bruders, vor Jahren hatten Katie und Dean eine Affäre, die sie beide geheim hielten. Noch immer fühlt sie sich zu Dean hingezogen, doch sie hatte ihre Gründe warum sie ihre Beziehung damals beendete. Als sie gemeinsam mit ihrer Freundin Monica die Hochzeit verlässt und in das Hotel zurückkehrt, ändert sich ihr Leben auf einen Schlag, als sie plötzlich ein Baby vor ihrem Hotelzimmer findet. Savannah, so heißt das 2 Wochen alte Baby, wurde mit einem Brief und Adoptionsunterlagen ausgesetzt, die Katie als Mutter ausweisen. Doch wer ist die leibliche Mutter? Obwohl Katie sich sofort in den kleinen Säugling verliebt, hält sie das Mädchen vorerst versteckt und schickt einen Privatdetektiv los um mehr über das kleine Mädchen zu erfahren.

Als Dean Prescotts Verlobte Maggie die Verlobung löste war er am Boden zerstört, was aber keiner wusste ist, dass er kurz bevor er mit Maggie zusammen kam eine Affäre mit Katie hatte und sein Herz an sie verloren hatte. Die geplatzte Verlobung traf seinen männlichen Stolz brach ihm aber nicht das Herz. Als er Katie bei der Hochzeit wiedersieht, erwachen all seine Gefühle wieder für sie. Als sie dann auch noch beschließt am neuen Hotel mitzuarbeiten, das Dean mit seiner Firma errichtet, und die Inneneinrichtung übernehmen wird, sehen sich Dean und Katie nun regelmäßig. Sie kommen sich wieder näher, doch er hat den Verdacht, dass Katie ein großes Geheimnis vor ihm hat...

Im zweiten Teil der "Not Quite" Serie von Catherine Bybee gibt es ein kurzes Wiedersehen mit den Heldenpaar des ersten Teils, doch der Hauptfokus liegt klar auf der Liebesgeschichte von Katie und Dean. Auch in diesem Buch kann die Autorin wieder mit einem besonders liebenswerten Heldenpaar punkten. Auf den ersten Blick mag Katie wie eine reiche, verwöhnte Frau wirken, doch es steckt viel Herz und Liebe in ihr. Dean ist ein besonders sympathischer Held, der alles tun würde um die Frau seines Herzens glücklich zu machen. Die Liebesgeschichte wird mit viel Gefühl und Romantik erzählt und der Roman lässt sich wie auch der Vorgänger wieder sehr gut durch den flüssigen und angenehmen Schreibstil lesen. Monica wird dann die Heldin im Band drei sein und ihre Liebesgeschichte wurde schon ganz kurz angedeutet und macht große Neugierde auf den nächsten Band der Serie.

Bewertung:
5 von 5 Punkten


:stern
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Re: Catherine Bybee - Fast mein Baby

Beitragvon Anke » 11.09.2017, 10:21

Ankes Bewertung

„Fast mein Baby“ beginnt als eine ein wenig verschwurbelte Geschichte um ein Findelkind, was per se schon mal nicht so ganz einfach ist, mündet schließlich in eine emotionale Achterbahn, in der Rabenmütter, und Mutterschaft/Familie generell, im Mittelpunkt stehen und bekommt am Ende gerade noch so die Kurve, ohne auf zu viel Gefühlsschmalz ins Schlingern zu kommen; und ist damit gar nicht mal so einfach ist in eine Bewertung zu packen.

Und nein, ich habe es nicht so sehr mit diesem „weißer Gartenzaun“, Familiending und „ohne Baby“ kein Glück. Doch liest man zeitgenössische Serien, so bleibt es nicht aus, dass das man immer wieder darauf stößt. Um für die kleinen Dinge dankbar zu sein, zumindest gab es diesmal nicht auch noch tierische Begleiter, ein Gesamtpaket, was mich zuletzt besonders bei Linda Lael Miller doch schon sehr genervt hat.

Leider trägt dieser 2. Teil von Bybees „Not quite“-Serie auch den Makel, zumindest in meinen Augen ist es ein solcher, dass es sich hier um ein Paar handelt, was einst zusammen und sehr verliebt war, sich dann aber getrennt hat und nun wieder zusammenkommt.

Sagt, was ich wollt, aber ich mag solche Geschichten einfach nicht. Insbesondere wenn sie mit für mich überhaupt nicht nachvollziehbaren Gründen einherkommen. So muss eine Autorin ganz schön was leisten, damit ich meine Vorurteile beiseiteschiebe und mich auf die Geschichte einlasse. Kurz gesagt, Catherine Bybee und ich hatten also mit „Fast mein Baby“ keinen so guten Start.

Die Geschichte für mich gerettet hat Catherine Bybee mit einer, wie ich finde, ungewöhnlichen Heldin, die wunderbar egoistisch und damit für mich auch nachvollziehbar handelt. Mag ich auch zu ihrer Vorgeschichte mit dem Bauunternehmer und engen Freundes ihres Bruders, Dean Prescott, keine Beziehung gefunden haben, so fand ich doch ihre Reaktion in Sachen Findelkind allzu verständlich.

Was die Vorgeschichte, bzw. Vorbeziehung, betrifft, so empfand ich Deans Charakter als sehr viel stimmiger. Der Gute hat nämlich diese ganze Sache genauso wenig verstanden wie ich. Wenn er sich auch, im Laufe der Geschichte, als ein wenig zu gefühlsduselig und „Baby“-lastig herausgestellt hat; etwas, was ich bei dem Helden „meiner“ Liebesromane, nicht unbedingt anziehend finde. Statt ständig hinter Katies kurzen Röcken herzuhecheln und mit dem falschen Körperteil zu denken, hat er vielleicht besser mal seinen Mann gestanden und sie zur Vernunft gebracht, bzw. dazu auszusprechen was sie umtreibt.

Aber warum doch 4 (gute) Punkte? Nun grundsätzlich muss ich der Autorin zugestehen, dass sie hier eine recht gute Idee für einen Plot verarbeitet hat und die Wendungen der Geschichte stimmig zu einem harmonischen Großen und Ganzen zusammen zu fügen versteht. Zudem bekommt sie, wenn auch nur haarscharf, am Ende doch noch die Kurve, um die Geschichte nicht allzu schmalzig enden zu lassen. Und naja, und am Ende fand ich ihre Protagonisten dann doch ganz sympathisch. Zumindest haben sie auch ihre positiven, weil widersprüchlich interessanten, Seiten.

Zur Sprecherin des Hörbuches muss ich glaube ich nichts mehr sagen: Uschi Hugo ist einfach toll. Ich habe ihren Vortrag wirklich sehr genossen und hoffe, dass sie mir, mit ihrer hervorragenden Sprecherkunst, noch viele weitere Hörerlebnisse versüßen wird.

Kurz gefasst: Wenn die Geschichte auch mit etwas viel Baby-Glück meine Lesenerven strapaziert hat, so fügt sie sich doch am Ende harmonisch zusammen. Zudem hat sie mich mit Figuren erfreut, die ein wenig sperriger/ungewöhnlicher/egoistischer daherkommen, als andere. So gesehen, gar nicht mal so üble Hörunterhaltung.

4 von 5 Punkten

Hinweis: Ich habe zwar das Hörbuch gehört, aber da es schon einen Thread zum Buch gab, habe ich einfachheitshalber diesen für meine Bewertung genutzt.
๑ ๑ ๑ ๑ ๑ ๑ ๑ ๑ ►Liebe Grüße, eure Anke◄ ๑ ๑ ๑ ๑ ๑ ๑ ๑ ๑ ๑

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