Bourbon Kings - J.R. Ward

Liebesromane unserer Zeit ala Sparks, Ahern, Patterson und Co

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Bourbon Kings - J.R. Ward

Beitragvon Mine » 28.01.2017, 21:27



Klappentext:

Seit Generationen geben die Bradfords in Kentucky den Ton an. Der Handel mit Bourbon hat der Familiendynastie großen Reichtum und viel Anerkennung eingebracht. Doch als Tulane, der verlorene Sohn und Erbe des Imperiums, nach zwei Jahren des selbstauferlegten Exils auf das Familienanwesen Easterly zurückkehrt, droht die glänzende Fassade zu fallen. Zerplatzte Träume und die unerfüllte Liebe zu seiner Angestellten Lizzie King hatten ihn damals zur Abkehr gezwungen. Jetzt ist Tulane wieder da - und mit ihm die Vergangenheit. Seine Rückkehr wird an niemandem spurlos vorbeigehen: nicht an Lizzie, die ihr Herz um jeden Preis schützen will, nicht an Lanes schöner und hartherziger Ehefrau oder seinem älteren Bruder, dessen Verbitterung und Zorn keine Grenzen kennen. Und schon gar nicht an dem strengen Bradford-Patriarchen, einem Mann mit wenig Moral, noch weniger Skrupeln und vielen dunklen Geheimnissen. Während die Spannungen in der Familie wachsen, wird klar, dass sich das Leben auf Easterly für immer verändern wird....

Meine Meinung:

J. R. Ward ist, spätestens seit den Black Daggern, eine Autobuy Autorin von mir und ich mochte auch gerne ihre älteren Contemporaries, die sie während der Hochzeit der Vampire leider nicht mehr geschrieben hatte.
Jetzt jedoch beginnt mit den Bourbon Kings ihre neue Trilogie rund um die Familie Brandewine aus Kentucky, die wir am Tag vor dem großen jährlichen Derby kennenlernen, als der jüngste Sohn, Lane, von seiner zweijährigen Abwesenheit in New York wieder auf das Familienanwesen zurückkehrt.
Schnell merkt man als Leser, dass die Familie zerrüttet ist und das herrschaftliche Anwesen (wie im Film Sabrina, mit dem J.R. Ward auch oft genug vergleicht und der auch zu einem meiner Lieblingsfilme gehört, egal ob in der Originalversion oder als Remake) ein schöner Schein.
Der Vater ist ein brutales Familienoberhaupt, die Mutter hat sich in Drogen geflüchtet und fristet ihre Tage in ihrem Zimmer, der älteste Sohn Edward ist nach einer Entführung körperlich ausgemergelt und hat sich als Alkoholiker vom Leben auf seinem Gestüt zurückgezogen, die jüngere Schwester, Gin, ist verzogen und selbstsüchtig und Max, der zweitälteste, hat Easterly schon lange mit unbekanntem Ziel verlassen. Und in diese Familie kehrt Lane zurück und merkt sofort, dass nur der schöne Schein so ist wie immer, die Familie, von der er sich zwei Jahre lang erfolgreich abgewandt hat, kurz vor dem Ende steht.

Leider hatte ich während der ersten 200 Seiten unheimliche Probleme in die Geschichte herein zu finden. Ich fand es gut, dass die handelnden Charaktere nach und nach vorgestellt werden, diese bleiben in meinen Augen jedoch blass und lieblos. Natürlich konnte ich Mitleid für Edward empfinden und Lane war mir auch sofort sympathisch, die anderen Figuren konnten mich jedoch so gar nicht packen und ich finde sie sehr unsympathisch. Besonders leider auch Lizzie King, die große Liebe von Lane, die dieser über die Jahre nicht vergessen konnte. Sie hat sich von ihm zurückgezogen weil sie nicht wieder verletzt werden möchte, anhand der Geschichte wird jedoch schnell klar, dass alles hätte aufgelöst werden können, würde Lizzie einfach mal zuhören. Das tut sie nur leider nie und macht sie mir eher unsympathisch :-( Um eine Frau die mir nicht vertraut und sofort durchdreht, würde ich mich niemals bemühen, aber gut, es ist nur eine Geschichte :-)

Die Ereignisse überrollen sich bereits im ersten Band und ich stelle mir als Leserin die Frage, was in den nächsten beiden Büchern noch alles passieren soll, wenn solch eine Menge an Pulver bereits in den ersten Seiten verschossen wird. Wie ich J.R. Ward jedoch kenne, wird sie dies bestimmt mit Bravour meistern und uns noch gut unterhalten. Es hätte jedoch ein bisschen weniger sein können, hätte sie dafür die handelnden Personen tiefer dargestellt.
Besonders Edward interessiert mich, von dem man zwar weiß, was diesem passiert ist und dass er sich in sein eigenes kleines Loch geflüchtet hat, aber seine Person hat einfach noch keine Substanz. Ich hoffe er wird im nächsten Band eine größere Rolle einnehmen.

Ihr seht also, ich möchte auf jeden Fall wissen wie es weitergeht und werde im Juni 2017 auf jeden Fall mit Bourbon Sins weitermachen, hoffe jedoch auf eine kleine Steigerung. Weniger Handlung, mehr Tiefe der Personen.

Für diesen ersten Teil gebe ich 3,5 von 5 Punkten, da ich grundsätzlich wirklich gut unterhalten wurde.

:stern
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Re: Bourbon Kings - J.R. Ward

Beitragvon mallory » 28.01.2017, 23:07

Obwohl ich normalerweise wirklich alles von J.R. Ward kaufe hat mich diese Inhaltsangabe von Anfang an gar nicht angesprochen. Wenn ich nun deine Rezi lese, die ja noch mehr auf die - meist unsympathischen - Personen eingeht und auf die Handlung, die irgendwie nach Denver Clan und seinen Intrigen klingt, dann weiß ich genau, dass diese Reihe die erste der Autorin sein wird auf die ich dankend verzichte. :roll:
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Re: Bourbon Kings - J.R. Ward

Beitragvon sabinett » 29.01.2017, 09:58

ich glaube ich warte auch erst mal ab :grübel
:backe danke für die Rezi
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:buch
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Re: Bourbon Kings - J.R. Ward

Beitragvon Marina G. » 29.01.2017, 14:29

Ich hab das Buch kürzlich angefangen. Ich bin aber einfach nicht in die Geschichte reingekommen. Ich hab es jetzt mal zur Seite gelegt und versuche es später nochmals.
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Re: Bourbon Kings - J.R. Ward

Beitragvon Mine » 31.01.2017, 16:35

Ja Mallory, Denver Clan, Dallas und Falcon Crest trifft es locker :lol:

Marina, ab Seite 200 etwa wird es in meinen Augen besser, einfach durchhalten, dazu musste ich mich auch etwas zwingen und hatte schon arg gezweifelt :???:
Da es ein Reziexemplar war habe ich mich dann aber doch tapfer durchgekämpft und es letztendlich nicht wirklich bereut. Ob ich das ohne auch gemacht hätte, da bin ich mir nicht so sicher.
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