Nathan Jaeger - Schneeseelen (Gay)

Liebesromane unserer Zeit ala Sparks, Ahern, Patterson und Co

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Nathan Jaeger - Schneeseelen (Gay)

Beitragvon mallory » 12.12.2017, 19:17

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Schneeseelen


Inhalt: Der Bestsellerautor Alan Stone, im Privatleben Jaron Allenstein, hat eine üble Zeit hinter sich. Von dem Mann den er liebte belogen und betrogen, von einem Stalker bis in sein Schlafzimmer verfolgt, vertraut er niemandem und hat sich total abgekapselt. Da lernt er beim Eislaufen den jüngeren Mika kennen, den er sofort sehr sympathisch findet. Aus zufälligen Treffen wird schnell Freundschaft und schließlich eine zarte Liebe. Doch immer wieder hat Jaron Panikanfälle die die Beziehung der beiden zurückwerfen. Und auch Jarons Vergangenheit holt ihn wieder ein...

Meine Meinung: Ich bekomme heutzutage schon fast nostalgische Gefühle wenn ein Roman mal in dritter Person und Vergangenheit geschrieben wurde, das scheint total out zu sein. Vor allem deutsche SchriftstellerInnen von Gay Romanen schreiben scheinbar am liebsten in Gegenwart und Ich-Form, so auch Nathan Jaeger. Aber gut, ich gewöhne mich langsam daran. Aus Sicht von Jaron geschrieben durfte ich miterleben, wie er sich dem 11 Jahre jüngeren Mika langsam öffnet, seine Ängste überwindet und sich wieder verliebt. Wie er aber auch immer wieder mit seinem Vertrauen in Mika kämpft, zu sehr wurde er in der Vergangenheit verletzt. Mika ist ein wirklich süßer, liebenswerter Kerl. Obwohl er als Illustrator schon ziemlich erfolgreich ist lässt er sich von seiner Familie immer wieder runterziehen und hat ein ziemlich angeschlagenes Selbstbewusstsein. Die beiden verletzten Seelen sind perfekt füreinander und ich habe den Roman nahezu am Stück inhaliert. Auch ein gewisses Maß an Spannung kommt auf, da sich Jaron und Mika gegen homophobe Angriffe und gegen einen Mann aus Jarons Vergangenheit zur Wehr setzen müssen.

Meine Wertung:

5 von 5 :lesen

:stern

P.S. Der Titel des Buches bezieht sich übrigens auf die gleichnamige Fantasy-Reihe die Alan Stone geschrieben hat, trifft aber irgendwie auch auf die beiden Protagonisten zu.
Etwas Muße braucht der Mensch, eine Blume und ein Buch.
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