Nicolas Barreau - Paris ist immer eine gute Idee

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Nicolas Barreau - Paris ist immer eine gute Idee

Beitragvon Mine » 04.01.2018, 07:39

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Paris ist immer eine gute Idee, Nicolas Barreau
Piper, 365 Seiten

Klappentext

Rosalie ist Besitzerin eines kleinen Postkartenladens in St. Germain. Als der berühmte Kinderbuchautor Max Marchais ausgerechnet sie bittet, sein neues Buch "Der blaue Tiger" zu illustrieren, kann Rosalie ihr Glück kaum fassen. Kurze Zeit später stürmt ein aufgebrachter junger Literaturprofessor aus New York in die Papeterie, der sie beschimpft, die Geschichte gestohlen zu haben. Empört weist Rosalie diesen unglaublichen Vorwurf zurück. Doch dann beginnt sie zu ahnen, dass die Kindergeschichte ein Geheimnis birgt.

Meine Meinung

Jahrelang bin ich um die Bücher von Nicolas Barreau herumgeschlichen, habe aber nie eins gelesen. Und ob es nun einen Nicolas Barreau gibt oder Daniela Thiele vom Thiele Verlag die Bücher selber geschrieben hat und einen französischen Autoren erfunden.......ich bin maximal verliebt in den Schreibstil und habe das Buch regelrecht verschlungen.
Wie konnte ich so lange warten? Oder kommt das Beste vielleicht doch zum Schluss?
Es ist wie mit Lucinda Riley, die ich letztendlich auch erst sehr spät für mich entdeckt habe. Aber eben auch nicht zu spät :mrgreen:


Auf dem Buchrücken steht, "Pariser Lebensgefühl und die Suche nach dem Glück. Ein Roman, der etwas durch und durch Liebevolles hat" und dem kann ich nur absolut zustimmen.
Zudem war ich gerade Ende Oktober erst in Paris und konnte mich an so viele Schauplätze und Begebenheiten erinnern, daran, wie die Franzosen beschrieben werden.....es war einfach nur schön und ich muss das Pariser Lebensgefühl unbedingt öfter haben.

Aber nun endlich zur Geschichte:

In die Hauptfigur, Rosalie, habe ich mich sofort verliebt. Die junge Frau liebt die Farbe blau, ihren kleinen Hund William Morris und ihr beschauliches Leben in Paris. Sie mag die kleinen Dinge und scheint immer ein glückliches Lächeln auf den Lippen zu haben. Hier wird eine Frau gezeichnet von der zumindest ich sofort gedacht habe, "So möchte ich auch sein und mein Leben verbringen", sympathisch, ruhig und lebensfroh. Rosalie geht ganz auf in ihrer kleinen Papeterie und wünscht sich, viel mehr Menschen würden auch im Zeitalter der SMS und E-Mail weitaus mehr Briefe und persönliche Karten schreiben. Auch das kann ich absolut nachvollziehen, habe ich früher unheimlich viele Briefe geschrieben und freue mich über jede liebe Karte die ich noch heute bekomme (und nicht über die Rechnungen die stattdessen immer im Briefkasten landen).
Rosalie hat einen Freund, den Personal Trainer Rene und ihr Glück scheint perfekt, als ihr Lieblings-Kinderbuchautor sie bittet, die Illustrationen zu seinem neuen Kinderbuch zu übernehmen.
Alles könnte so schön sein, wäre da nicht plötzlich der Amerikaner Robert Sherman der behauptet, Max Marchaise habe die Geschichte des blauen Tiger geklaut, eine Geschichte, die seine Mutter ihm als kleinem Jungen geschrieben habe.
Auch Robert ist eigentlich nur kurz nach dem Tod seiner Mutter zufällig in Paris, da er sich darüber klar werden muss, ob er eine Gastprofessur an der Sorbonne übernehmen möchte oder doch in New York in die Fußstapfen seines verstorbenen Vater treten und fortan als Rechtsanwalt arbeiten.

Und auf der Suche nach der Wahrheit, kommen sich Rosalie und Robert Stück für Stück näher.

Wie bereits erwähnt mochte ich Rosalie einfach nur gerne. Ihre Art zu leben, das Leben zu sehen und ihre ganzen Wünsche und Hoffnungen waren mir so nah. Ich konnte mich blendend in sie hineinversetzen.
Und auch Robert war mir von Anfang an sympathisch, ebenso wie der etwas griesgrämige Autor Max Marchaise. Und selbst Rene, den manchmal etwas nervigen und völlig unpassenden Freund von Rosalie, muss man auf seine Art mögen.
Bei Paris ist immer eine gute Idee handelt es sich für mich für ein absolutes Wohlfühlbuch in dem man wunderbar versinken kann und nach Möglichkeit so schnell nicht mehr auftauchen mag. Der Autor versteht es, so bildhaft zu schreiben, dass man sich wirklich alles vorstellen kann, die Orte, die Geschehnisse, die Menschen, deren Gefühle.....alles! Und das muss jemand der Geschichten schreibt erst einmal hinbekommen.

Von daher, egal ob es sich bei Nicolas Barreau um einen Mann oder eine Frau handelt, egal ob französisch oder deutsch, er oder sie hat meinen absoluten Respekt für diese schriftstellerische Leistung. Mit solch leisen und netten Tönen komplett abgeholt, hat mich schon lange niemand mehr, auch Lucinda Riley nicht, die immer absolut nah dran ist.

Natürlich 5 von 5 Punkten.

:stern
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