Hoffman, Alice: Die Eiskönigin

Liebesromane unserer Zeit ala Sparks, Ahern, Patterson und Co

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Hoffman, Alice: Die Eiskönigin

Beitragvon LillyV » 11.10.2007, 10:30


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Die Eiskönigin.
Alice Hoffman und Lenore Beadsman
Goldmann 2006-02-09 Taschenbuch 254 Seiten

Buchinhalt

Acht Jahre ist das kleine Mädchen, als es sich im Zorn wünscht, seine Mutter solle verschwinden. Als diese kurz darauf bei einem Autounfall ums Leben kommt, verändert sich die Seele des Mädchens auf tragische Weise. Von nun an scheint eine Eisschicht ihr Innerstes zu umschließen und jegliche menschliche Wärme von ihr fern zu halten.
Selbst jetzt, als Erwachsene, hält sie Distanz zur Welt, während der Tod in all seinen Facetten sie überaus fasziniert. Sie führt ein zurückgezogenes Leben, nach außen hin freundlich, doch zutiefst vereinsamt.
Bis erneut ein Wunsch, in Todessehnsucht geäußert, in Erfüllung geht: Sie wird von einem Blitz getroffen - doch sie überlebt.
Wenig später lernt sie einen jungen Mann kennen, der als medizinisches Wunder gilt: Seth Jones alias Lazarus war vierzig Minuten lang klinisch tot, nachdem ihn ein Blitz getroffen hatte, kehrte dann aber wieder ins Leben zurück. Die Frau beschließt, ihn aufzusuchen, und ist vom ersten Moment an von Seth fasziniert. Auch wenn er von innen heraus zu glühen scheint und jeder Körperkontakt zu Verbrennungen führen kann, wird aus anfänglicher Zuneigung schnell flammende Obsession.
Doch beide verschweigen einander ihr dunkelstes Geheimnis - wie es geschehen konnte, dass sich der eine in Feuer verwandelte und die andere in Eis ...

Meine Meinung

Dieses Buch ist wirklich schwer in Worte zu fassen... Im Nachhinein musste ich feststellen, dass ich aufgrund der Beschreibung etwas völlig anders erwartet habe, als dieses Buch umschreibt.
Die meiste Zeit fragte ich mich demnach, wann denn die eigentliche Geschichte nun endlich losgeht, war bisweilen sogar etwas genervt von der Aneinanderreihung von Worten, die Ähnliches beschreiben aber vermeintlich zu nichts führen.
Nachdem ich das Buch nun in Gänze kenne, denke ich 'hätte ich das eher geahnt, hätte ich diese Worte zu würdigen gewusst'!
Auch der distanzierte Schreibstil, der mich anfänglich abschreckte ergibt nun einen Sinn.

Mein Fazit

Dieses Buch gehört für mich definitiv zu jenen, die durch ihr Ende ungemein an Wert gewinnen.
Allerdings muss ich warnen. Es ist kein Buch für jedermann. Leser, die unbeschwerte fröhliche Literatur bevorzugen oder Liebhaber der klassischen Liros sind, sollten lieber die Finger davon lassen.
Für Leser, die die Schwermütigkeit der Liebe und des Lebens, mitunter auch nur zwischen den Zeilen, zu schätzen wissen und im Idealfall einen Faible für traurige Literatur haben, könnte Die Eiskönigin eventuell (Geschmäcker sind bekanntlich verschieden!) ein Geheimtipp sein.


:stern
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Beitragvon Mondfrau » 11.10.2007, 13:13

Es ist schon eine Weile her, dass ich dieses Buch gelesen habe und an alles erinnere ich mich nicht mehr so genau (sollte ich vielleicht mal wieder lesen... ) - aber ich weiß noch, dass es mir sehr gut gefallen hat, besonders die spezielle Atmosphäre. Ich würds auch einen Geheimtipp nennen! :D
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Beitragvon LillyV » 11.10.2007, 13:16

Hach schön, dann lieg ich mit meiner Einschätzung ja nicht ganz so verkehrt *freu*.
Als Rezi-Neuling hab ich immer irgendwie Schiss, dass ich mit meiner evtl. totalen Geschmacksverirrung völlig daneben liege und sich manch einer unnütze Kosten ans Bein bindet :???:
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Beitragvon gini » 11.10.2007, 16:14

da geschmäcker verschieden sind, kann das auch "rezi-profis" passieren - da brauchst du dir keine gedanken machen. schreib einfach drauflos ;)
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Beitragvon sabinett » 12.10.2007, 07:47

gini80 hat geschrieben:da geschmäcker verschieden sind, kann das auch "rezi-profis" passieren - da brauchst du dir keine gedanken machen. schreib einfach drauflos ;)


genau schreib einfach drauflos, dafür sind wir doch da und :hi danke für die Rezi, mein Ding ist das Buch wohl eher nicht :???:
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Beitragvon minx » 12.10.2007, 08:07

es ist auch schon einige zeit her, dass ich das buch gelesen habe, aber ich habe es in sehr guter erinnerung.
ich würde es für alle empfehlen, die mal etwas abwechslung suchen und doch das genre nicht ganz wechseln wollen.
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Beitragvon Klusi » 12.10.2007, 15:46

Von der Autorin kenne ich bisher nur "Der siebte Himmel" und fand das Buch toll. Alice Hoffman hat einen ganz besonderen Schreibstil, an den man sich erst ein wenig gewöhnen muss, aber dann ist man völlig gefangen.
Liebe Grüße Klusi
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Beitragvon Mondfrau » 12.10.2007, 15:55

Ich hab schon ziemlich viel von Alice Hoffman gelesen. :roll:
Super gut gefallen haben mir auch Zaubermond und Märzkinder.
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Beitragvon LillyV » 15.10.2007, 12:43

Hm, mein Biblio-Katalog ordnet Zaubermond bei den Krimis ein, stimmt das? Dem Titel nach hätte ich da jetzt was anderes erwartet ;)
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Beitragvon Mondfrau » 15.10.2007, 12:45

Öhm... eigentlich ist das kein Krimi. :roll:
Steht in unserer Biblio da auch nicht.
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Beitragvon LillyV » 15.10.2007, 13:16

*lach* irgendwie haben die es mit der Zuordnung hier wohl nicht so ... naja egal, hauptsache sie haben die Bücher überhaupt, aus welchem Regal man sie fischen muss ist ja eher Nebensache ... *mal auf die Merkliste setz*
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