Elaine Winter- Liebe ist kein Beinbruch

Liebesromane unserer Zeit ala Sparks, Ahern, Patterson und Co

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Elaine Winter- Liebe ist kein Beinbruch

Beitragvon Lesefratz » 08.03.2008, 12:47

Elaine Winter- Liebe ist kein Beinbruch
ISBN: 3-9376570-01-7
Erscheinungsdatum: 2004
Genre: Contemporary

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Liebe ist kein Beinbruch
Elaine Winter
Moments 2004-02 Gebundene Ausgabe 384 Seiten

:D :D :D :D von 5 Punkten

Klappentext

Lea weiß was sie will, nur mit den Männern hat sie so ihre Probleme. Gerade hat sie Frank in die Wüste geschickt, und dass ihr nun der nächste Mann, den sie kennen lernt, gleich den Arm bricht, war so nicht gedacht.
Stephan Pückler kümmert sich rührend um sein Unfallopfer, das aber will absolut nichts mehr mit Männern zu tun haben. Daher sucht er Rat bei Frau Sibylle, der Kummerkastentante des lokalen Anzeigenblattes- nicht ahnend, dass ausgerechnet Lea hinter diesem Namen steckt. Ihre abwegigen Ratschläge ziehen die turbulentesten Kapriolen nach sich und scheinen zunächst in eine Katastrophe zu führen, denn wider Willen verliebt sich Lea in ihren ernsthaft bemühten Verehrer...

Meine Einschätzung

Nachdem Lea schweren Herzens feststellen muss, dass ihr Freund, der Fußballer Frank, sich scheinbar mehr für sich selbst interessiert, als für andere, geschweige denn für seine Freundin, macht sie kurzerhand mit ihm Schluss!
Als sie nach einer auskurierten Grippe eines morgens mit dem Rad zur Arbeit fährt, zieht dieser Entschluss schwerwiegende Folgen nach sich, denn sie hat einen Unfall bei dem sie sich den Arm bricht.
Der Unfallverursacher Stefan Pückler, jedoch benimmt sich regelrecht vorbildlich und bringt Lea, die nach ihrer letzten gescheiterten Beziehung allen Männern grollt und auch an Stefan ihren geballten Frust ablässt, scheinbar ungerührt ins nächste Krankenhaus.
Trotz ihrer ruppigen und zickigen Art spürt Stefan, dass an Lea mehr sein muss, als es den Anschein hat und da er sie außerdem sehr attraktiv findet, beschließt er, sein Glück bei ihr zu versuchen.

Doch das ist einfacher gesagt, als getan, denn Lea entpuppt sich als zäher Brocken. ;-)
Eines Tages beschließt Stefan, seinem Glück etwas nachzuhelfen und bittet eine Kummerkastentante des Stadtanzeigers um Hilfe. „Frau Sibylle“, soll ihm die richtigen Ratschläge geben, damit Stefan, Leas Herz, gewinnen kann.Zu dumm jedoch ist es, dass sich hinter „Frau Sibylle“ Lea selbst verbirgt, denn sie persönlich ist es, die diese Rubrik im Stadtanzeiger betreut.
Und Lea, die Stefan wegen ihres gebrochenen Arms immer noch zürnt, lässt sich nicht lumpen und lässt ihrer Phantasie, in Bezug auf Ratschläge in Liebesdingen, freien Lauf.
Doch sie hat die Rechnung ohne den Wirt gemacht, denn bei ihren Treffen mit Stefan entdeckt sie, dass Stefan alles andere als eine schlechte Partie wäre und sie verliebt sich schließlich in ihn.
Einen großen Haken an der Sache gibt es jedoch- Stefan schätzt Ehrlichkeit über alles! Wie wird er reagieren, wenn Lea ihm gesteht, dass sie selbst „Frau Sibylle“ ist?
Da sie sich nicht sicher ist, ob sie ihn in diesem Fall verlieren würde, verschiebt sie ihr „Geständnis“ immer wieder, bis es eines Tages zu spät zu sein scheint...

„Liebe ist kein Beinbruch“ ist ein typischer Frauenroman, der durch einen humorvollen und sehr guten Schreibstil besticht.
Die Nebenfiguren, sei es Leas beste Freundin Tina, die leicht nervöse Sabine oder das ältere, verliebte Pärchen Margarete und Johann, die Lea Tipps in Liebesdingen geben, sind allesamt sympathische und liebevolle Charaktere, die das Buch zu einem unterhaltsamen Lesegenuss machen. Auch Stefan Pückler, der männliche Protagonist in diesem Buch, besitzt das Herz am rechten Fleck und wirkt durch sein Einfühlungsvermögen sensibel und interessant. (zudem wird er als männlicher Brad Pitt Verschnitt beschrieben; eine Kombination der ich nur schlecht widerstehen kann ;-) )
Leider fehlt diesem Buch zu einer Bestbewertung eine sympathische Heldin!
Obwohl ich als Leserin durchaus verstehen konnte, dass Lea nach ihrer letzten gescheiterten Beziehung verletzt war, fand ich jedoch ihre ständige „Zickigkeit“ Stefan gegenüber, irgendwann nur noch unverständlich und ich hatte große Probleme damit, die Heldin überhaupt zu mögen. Außerdem war ich der Meinung, dass sie Stefan die Wahrheit über „Frau Sibylle“ etwas zu lange verschwiegen hat.
Trotz dieses einzigen Kritikpunktes werde ich die Autorin auf jeden Fall weiter im Auge behalten, denn das Buch war eine angenehme Leseüberraschung.

:stern
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Beitragvon sabinett » 08.03.2008, 12:57

oh ich hatte von dieser Autorin nur ein erotisches in der Liste, danke :hi
»Wenn es mir schlecht geht, gehe ich nicht in die Apotheke,
sondern zu meinem Buchhändler«
*Philippe Dijan*
:buch
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Beitragvon Lesefratz » 08.03.2008, 15:10

Gerne doch. :D Also wie schon oben beschrieben, der Schreibstil war sehr gut. Wenn die Heldin nicht so eine Zicke gewesen wäre, dann hätte ich das Buch noch besser bewertet. Bei amazon stehen ja einige abtörnende Rezis, doch ich fand sie nicht gerechtfertigt. Na, ist ja auch alles Geschmackssache. ;)

Liebe Grüße
Nicole
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Beitragvon Lenya » 08.03.2008, 21:31

Schön dass es dir so gut gefallen hat. Ich hab es schon länger auf dem SUB und trotz Petra Last, Michelle Raven etc. bin ich immer erstmal etwas skeptisch, was deutsche Autorinnen angeht. Aber das klingt wirklich gut :D
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Beitragvon Lesefratz » 26.03.2008, 12:54

Hallo Lenya,

ja, so geht es mir auch oft. :D
Bei manchen deutschen Autorinnen bin ich auch schon "reingefallen". Eine zeitlang habe ich es sogar ganz vermieden Bücher von deutschen Autoren zu kaufen, bis ich durch manche Buchtipps dann gezielte Exemplare, die mir dann auch gut gefallen haben, herausgepickt habe.
Aber in Grunde gilt eigentlich, bei deutschen oder auch amerikanischen Autoren. Es gibt überall schlechte sowie gute Autoren.
Eine meiner Lieblingsautorin im historischen Liebesromanbereich ist da zum Beispiel Marie Cordonnier/Valerie Lord die ebenfalls Deutsche ist.
Als ich die Bücher damals das erste Mal las, wusste ich gar nicht, daß die Autorin überhaupt eine Deutsche ist. *schmunzel*

Liebe Grüße
Nicole
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