Marsha Canham- Unter dem Liebesmond

Liebesromane, die in der Vergangenheit spielen und in keine andere Kategorie passen

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Marsha Canham- Unter dem Liebesmond

Beitragvon Lesefratz » 03.11.2008, 11:07

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Unter dem Liebesmond.
Marsha Canham
Heyne 2002-09 Taschenbuch 381 Seiten

Originaltitel: Pale Moon Rider

Klappentext:
Die schöne Waise Renée dÀnton soll auf Geheiß ihres Onkels einen Mann heiraten, der ihr widerwärtig ist. Um diesem Schicksal zu entgehen, plant sie den Raub ihrer eigenen Mitgift. Doch dazu braucht sie die Hilfe des berühmt-berüchtigten Straßenräubers Tyrone, genannt Captain Starlight. Sie lässt sich, um ihn kennen zu lernen, in ihrer Kutsche von ihm überfallen-und bei seinem Anblick schwinden ihr die Sinne...
Quelle: Heyne


Meine Zusammenfassung:

Renee, ihr Bruder Antoine und ein Bediensteter können in letzter Minute vor den Schrecken der französischen Revolution aus Frankreich fliehen, um sich nach England, dem Heimatland ihrer verstorbenen Mutter, durchzuschlagen.
Dort finden sie eine vorrübergehende Unterkunft bei ihrem Onkel. Doch dieser verlangt eine Gegenleistung für seine Mildtätigkeit- Renee soll einen Bürgerlichen heiraten, der ein Vertrauter ihres Onkels ist.
Zu allem Überfluss wird kurze Zeit später auf ihren Onkel ein Mordanschlag verübt und Renees Bruder Antoine wird verdächtigt, etwas damit zu tun zu haben.
Obwohl Renee genau weiß, dass Antoine zu solch einer Tat niemals fähig ist, wird sie von diesem Zeitpunkt an von einem englischen Offizier bedroht und er schlägt ihr einen zweifelhaften Handel vor.
Wenn sie ihm dabei hilft, den berüchtigten Straßenräuber, „Captain Starlight“, zu fangen indem sie als Köder fungiert, wird er dafür ihren Bruder nicht mehr belangen.

Renee stimmt zu und es kommt zu einem ersten Treffen, als sie mit der Kutsche durch sein bevorzugtes Gebiet fährt. Sie bietet ihm als Köder einen wertvollen Schmuck an, deren Erlös sie, nachdem er ihn gestohlen hat, mit ihm teilen möchte und erzählt ihm zudem, dass sie mit ihrem Anteil vor ihrem groben und ungeliebten Verlobten fliehen will.
Obwohl Captain Starlight zunächst einige Zweifel an ihrer Geschichte hat, erbittet er sich eine kurze Bedenkzeit.
Kurze Zeit später ertappt er Renee jedoch in ein Gespräch vertieft mit seinem Gegner und Erzfeind Roth und ahnt, dass Renee ihm eine Falle stellen soll. Daher sucht er Renee kurzerhand auf dem Anwesen ihres Onkels auf, um sie zur Rede zu stellen.
Renee gibt jedoch sofort ihr Täuschungsmanöver auf, erzählt ihm die Wahrheit und bittet ihn, nicht mehr auf ihren Vorschlag einzugehen, da sie es nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren kann, einen Menschen in den sicheren Tod zu schicken- mag er auch ein Straßenräuber sein oder nicht.

Captain Starlight ist mittlerweile jedoch begierig darauf, stattdessen seinen Gegner in die Falle zu locken und versucht seinerseits Renee davon zu überzeugen, an dem ursprünglichen Plan festzuhalten und sich die Beute, den Schmuck eines französischen Adelsgeschlechtes, einzuverleiben.
Obwohl Renne sich zunächst weigert, kann sie sich jedoch nicht der Faszination entziehen, die der Straßenräuber auf sie ausübt und so kommt es, wie es kommen muss, beide verbringen eine heiße Liebesnacht miteinander. Doch wie kann aus einer Liebesnacht mehr als eine Affäre entstehen, wenn Renee doch einem anderen versprochen ist und beide zudem einer sehr unsicheren Zukunft entgegensehen?

Meine Einschätzung:
Mit „Unter dem Liebesmond“ hat Marsha Canham, eine meiner Lieblingsautorinnen zwar keinen echten Keeper geschaffen, jedoch durchaus einen vergnüglichen, spannenden historischen Liebesroman mit Straßenräuberplot, der zu unterhalten versteht.
Und das ist kein Wunder, denn der männliche Akteur des Buches ist ein absoluter Held nach meinem Geschmack- männlich, intelligent, überlegen und gewitzt, dazu noch mit einer gehörigen Portion Humor ausgestattet. Und erfrischend anders ist die Tatsache, dass wir es hier mit einem bürgerlichen Straßenräuber aus Leidenschaft zu tun haben und nicht mit einem Adligen mit einer geheimen Mission. ;-)
Renne ist eine Heldin mit einer traurigen Vergangenheit. Sie überlebte nur knapp die französische Revolution und statt sich nun in England in Sicherheit zu befinden, muss sie erneut ums Überleben kämpfen, obwohl ihr zunächst der Mut dazu fehlt.
Die Liebeszenen in diesem Roman sind sehr sexy und die Dialoge zwischen dem Held und der Heldin machen Spaß.
Ein wenig erinnert dieses Buch durch seine beschwingte Leichtigkeit an die alten „Zorro“- Filme und dürfte nicht nur eingefleischte Marsha Canham Fans begeistern.

Meine Bewertung: :D :D :D :D 1/2 von 5 Punkten

(ich war mal so frei und hab ein bissel editiert....FRATZ: Du lässt immer den Buchhinweis weg! Wildi :kopf ;))

:stern
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Beitragvon mantacabrio » 03.11.2008, 11:15

Das war einer der beiden Romane von Marsha Canham, den ich nicht gelesen habe.
Als damals "Die Braut des Drachen" herauskam, war ich einfach hin und weg, die Reihe war einfach toll.
Aber dieser Plot hat mich üerhaupt nicht gereizt und da habe ich es gelassen. ;)
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Beitragvon minx » 03.11.2008, 17:41

mir hat das buch auch sehr gut gefallen. es steht in meinem Keeper-Regal.
ich bin sowieso ein riesiger Marsha Canham Fan!
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Beitragvon Wildfee » 09.11.2008, 13:25

Editiert und um Buchhinweis ergänzt ;)
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Hat die Blume einen Knick, war die Hummel wohl zu dick.
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Beitragvon Lesefratz » 09.11.2008, 15:42

@wildi:

uuups ,jetzt ist es mir schon wieder passiert. Das kommt wenn ich zwischendurch dann auch mal Cora Romane einstelle,wo es im Gegensatz
zu TB keinen Buchhinweis gibt. *redraus* :lol:
Tschuldigung, ich versuche daran zu denken beim nächsten Mal. ;)

Liebe Grüße
Nicole
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Beitragvon leia » 03.05.2009, 20:29

Danke Nicole, für diese wunderbar treffende Rezi.
Ich habe mir das Buch zusammengetauscht und einen schönen Lesesonntag damit verbracht.
Es ist zufällig der zweite Roman in Folge, der sich mit den Auswirkungen bzw. mit unmittelbar Betroffenen der Französischen Revolution beschäftigt (Jane Feather: Im Schatten der Leidenschaft). Die tragischen und grausamen Ereignisse in dieser Zeit machen die Romane nicht gerade zu einer "leichten" Kost, wecken aber mein Interesse an den tatsächlichen historischen Ereignissen, die ich jetzt zumindest ansatzweise mal wieder aus meinem Gedächtnis bzw. Geschichtsbüchern ausgraben werde.
Zurück zu diesem Roman: Besonders gut hat mir gefallen, daß Renee und Tyrone trotz ihrer bewegten Vergangenheit nicht zu den "tortured" Romanfiguren gehören, die mir in letzter Zeit zunehmend auf die Nerven gehen. Tyrone spielt seine Rolle aus Straßendieb perfekt, liebt den Nervenkitzel und das Vermögen, das er damit verdient. Renee, den Wirren der Französichen Revolution gerade so entkommen, verteidigt ihren jungen Bruder, so gut es ihr möglich ist. Sie ist eine pragmatische, sympatische Person, die sämtlichen Standesdünkel und ihr ererbtes Recht auf Luxus hinter sich gelassen hat und die Hoffnung auf eine glückliche Zukunkt in den Kolonien nicht aufgegeben will. Ich mag sie sehr.
Ich kann Nicole nur beipflichten: Für Marsha Canham Fans ist dieser Roman eine Lesefreude.
„Ich bin kein Kritiker. Ich lese mit dem Herzen. Und wenn das schlägt, gefällt mir das Buch. Sonst werfe ich es in die Ecke.“
Victoria Wolff – Das weiße Abendkleid

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