Finding Sky Die Macht der Seelen 1 von Joss Stirling

Liebesromane mit phantastischen und/oder mystischen Elementen

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Finding Sky Die Macht der Seelen 1 von Joss Stirling

Beitragvon Letanna » 13.06.2012, 20:42

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Finding Sky Die Macht der Seelen 1: Roman
Joss Stirling
Deutscher Taschenbuch Verlag 2012-05-01 Gebundene Ausgabe 464 Seiten

Inhalt:
Zed Benedict umgibt ein Geheimnis. Mit seiner Arroganz, seiner Unnahbarkeit, seinem Zorn schüchtert er alle ein: Lehrer, Mitschüler. Auch Sky, die sich, allerdings heimlich, stark zu dem unverschämt gut aussehenden Jungen hingezogen fühlt. Doch dann hört sie plötzlich seine Stimme in ihrem Kopf ... und er versteht ihre gedachte Antwort! Als Zed daraufhin behauptet, Sky sei sein Seelenspiegel, sein ideales Gegenstück und ein Savant wie er, ein Mensch mit einer übernatürlichen Gabe, glaubt Sky ihm kein Wort. Und will ihm nicht glauben – denn tief in ihr drinnen rührt sich eine Fähigkeit, vor der sie eine Höllenangst hat.

Meine Meinung:
Sky Bright wird als 5jährige ausgesetzt. Sie hat erst einmal einige Jahr im Heim verbracht, bis sie von Simon und Sally, einem Künstler-Ehepaar, adoptiert wurde. An ihre Kindheit hat sie so gut wie keine Erinnerungen mehr, nur verfügt sie über eine Gabe, die sie aber aufgrund ihres traumatischen Erlebnisses in der Kindheit immer unterdrückt hat. Mit ihren Eltern hat sie bis vor kurzem in England gelebt, jetzt sind sie zusammen in die amerikansiche Kleinstadt Wrickenright umgezogen, wo ihre Eltern einen Auftrag erhalten haben.
Sky kommt an eine neue Highschool. Dort gibt es einen Jungen, zu dem sie sich sehr hingezogen fühlt. Zec Benedict ist der Bad Boy der Schule. Anfangs ist er sehr abweisend zu Sky, bis er merkt, dass er sich telepathisch mit ihr unterhalten kann. Er behauptet, ein Savant zu sein und Sky wäre sein Seelenspiegel. Sky glaubt ihm zuerst nicht, zu sehr wurde sie verletzt in ihre Kindheit.

Das Buch fängt recht vielversprechend an, das schüchterne Mädchen trifft auf den Bad Boy der Schule, der auch erst einmal gar nicht so nett zu ihr ist. Dann plötzlich ändert sich alles und er läuft ihr regelrecht hinterher. Ab da war ich ehrlich gesagt erst einmal etwas enttäuscht. Man bekommt sehr wenig Informationen darüber was ein Savant eigentlich ist. Zec hält sich Sky gegenüber sehr bedeckt. Er will sie ständig vor irgend etwas beschützen, sagt ihr aber nicht wovor, was mich gesagt etwas genervt hat.
In der Mitte wird es dann richtig spannend, wenn auf Sky und Zec geschossen wird und ein unbekannter Gegner auftaucht, der die Familie Benedict in Gefahr bringt.

Positiv ist auf jeden Fall Zecs Familie. Seine Mutter und sein Vater haben 7 Kinder, alle sind Savants mit einer bestimmten Fähigkeit. Obwohl es sich bei dem Buch um einem Mehrteiler handelt, ist die Geschichte von Sky und Zec abgeschlossenen. Im nächsten Teil ist ein anderer Benedict Bruder an der Reihe, was ich persönlich sehr positiv finde. Das ist einer der Gründe, warum ich die Serie auch noch weiter im Auge behalten werde.

Insgesamt ein unterhaltsames Buch, aber kein absolutes Highlight. Deshalb 8,5 von 10 Punkten.

:stern
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Re: Finding Sky Die Macht der Seelen 1 von Joss Stirling

Beitragvon gini » 13.06.2012, 21:01

oje, die punkte, die du kritisierst würden mich ganz extrem stören. glaube, das buch streich ich erst mal von meinem wz :sad
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Re: Finding Sky Die Macht der Seelen 1 von Joss Stirling

Beitragvon Lysa » 13.06.2012, 22:18

Letanna hat geschrieben:Das Buch fängt recht vielversprechend an, das schüchterne Mädchen trifft auf den Bad Boy der Schule, der auch erst einmal gar nicht so nett zu ihr ist. Dann plötzlich ändert sich alles und er läuft ihr regelrecht hinterher. Ab da war ich ehrlich gesagt erst einmal etwas enttäuscht. Man bekommt sehr wenig Informationen darüber was ein Savant eigentlich ist. Zec hält sich Sky gegenüber sehr bedeckt. Er will sie ständig vor irgend etwas beschützen, sagt ihr aber nicht wovor, was mich gesagt etwas genervt hat.



Tja, könnte daran liegen, dass Savants Menschen mit mehr oder weniger schweren kognitiven Behinderungen sind, sehr häufig Autismus, aber in einer einzelnen Inselbegabung gute oder sogar höchstgradig erstaunliche Talente besitzen. Sprich, sie können sich z.B. nicht die Schuhe zubinden und antworten auf "wie viel ist 1+1" mit "hellorange", aber sie können den Wetterbericht der letzten 85 Jahre auswendig runterrappeln. :???:
Ganz wenige haben Begabungen, die sie dann tatsächlich auch nutzen können.

Egal.
Ein Roman soll unterhalten, und wenn er das schafft, ist es soweit ;) prima.
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Re: Finding Sky Die Macht der Seelen 1 von Joss Stirling

Beitragvon Letanna » 14.06.2012, 04:57

Ok, habe mir natürlich nicht die Mühe gemacht, nach dem Begriff zu googlen, dachte, das wäre irgendeine Erfindung der Autorin. Wenn ich ehrlich bin, finde ich es nicht so gut, dass sie diesen Begriff für Buch genommen hat, das finde ich irgendwie unpassend.
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Re: Finding Sky Die Macht der Seelen 1 von Joss Stirling

Beitragvon patwelli » 17.06.2012, 16:31

Man sollte sich halt nicht zu sehr auf den Begriff Savant versteifen - sondern es einfach als magisches Element nehmen, wie irgendeine andere erfundene Gabe *g*. Ich hatte nie das Bedürfnis, danach zu googeln oder den Begriff genauer zu erforschen.

Der böse Junge und die neue Außenseiterin an der Highschool – ein Plot, der nicht erst seit Twilight eine besondere Dynamik enthält. Sky Bright ist adoptiert, an Ereignisse vor ihrem fünften Lebensjahr kann sie sich nicht mehr erinnern. Zu ihren Adoptiveltern, Sally und Simon, ein Künstlerehepaar, kam sie mit zehn Jahren. Wegen eines besonderen Angebotes zieht es die Familie nach Colorado in ein kleines Städtchen namens Wrickenridge. An der örtlichen Highschool soll Sky nun ihren Abschluss machen, nicht nur, dass sie neu sein wird, sie kommt auch noch aus einem anderen Land. Doch wider Erwarten findet sie sich schnell ein und mit ihrer Banknachbarin Tina verbindet sie gleich eine dicke Freundschaft. Zusätzlich freundet sie sich auch noch mit Tinas Freundin Zoe an, und mit Nelson, dem Enkel ihrer geschwätzigen Nachbarsfrau, der ihr hilfreich zur Seite stehen soll. Ins Auge allerdings fällt ihr der Rebell Zed Benedict, wortkarg, düster und Motorradfahrer.

Womit wir schon bei den Benedicts wären, von denen es sieben Brüder gibt, die von Saul und Karla abstammen. Die Benedicts sind alle Savants, mit unterschiedlichen paranormalen Talenten. Praktischerweise sind sie alphabetisch benannt, Trace, Uriel, Victor, Will, Xavier, Yves und Zed, so weiß man jederzeit, in welcher Rangfolge der Bruder steht, mit dem man grade kommuniziert. Ein Savant wirkt im Leben wie ein normaler Mensch, allerdings können unterschiedliche Fähigkeiten den Geist anderer Menschen beeinflussen. Für einen Savant gibt es nur einen idealen Partner, seinen Seelenspiegel. Erfahrene Savants erkennen das sofort, Unerfahrene brauchen dafür schon mal länger. Als Zed Skys Stimme zum ersten Mal in seinem Kopf hört, weiß er Bescheid, nur leider hat Sky so überhaupt keine Ahnung von ihren Fähigkeiten. Was anfangs zu manch komischen Situationen führt. Zed bemüht sich, ihr das Seelenspiegel Gedöns näher zu erläutern, bevor Sky noch in ernsthafte Gefahr gerät. Denn das Leben der Benedicts ist gefährlich, schon bald wird auch Sky ins Visier der Verbrecher genommen.

Joss Stirling besticht durch einen sehr einnehmenden Stil, von Anfang an ist man mitten im Geschehen und verlässt es nicht für eine Sekunde. Sky ist sehr spitzfindig, sie hat früh lernen müssen, für sich selbst zu sorgen und am besten nicht unangenehm aufzufallen. Sie sieht farbige Auren um Menschen, unterdrückt es aber meistens, da sie sich ihrer Fähigkeit überhaupt nicht bewusst ist. Gedanklich malt sie sich immer alle möglichen Szenarien aus und setzt ihr Gegenüber oft in Comicform. Ihre Ängste, als Neuankömmling, sind realistisch, ihre Gefühle Zed gegenüber nachvollziehbar, wenn man sie auch manchmal leicht anschubsen möchte. Leider agiert sie später recht zickig, lässt Zed zappeln und ignoriert die Gefahr, in der sie schwebt. Auch ihr Verhalten nach der Gehirnwäsche ist nervig, unpassend und langweilig, Zed kann einem dabei schon richtig Leid tun. Zed ist da schon ein ganz anderes Kaliber, als Rebell eingeführt wird er doch recht schnell zum Schoßhündchen. Skys Sicherheit ist ihm wichtig, er bewacht und beschützt sie, wo es nur eben geht. Seine Verwandlung ereignet sich ein bisschen zu schnell, dafür ist er aber so hingebungsvoll, dass man die Schnelligkeit der Autorin gerne verzeiht. Seine Familie steht hinter ihm, man fühlt sich wohl mit ihnen und begleitet sie gerne bei Familienangelegenheiten. Ein einfaches Essen entwickelt sich durch die verschiedenen Talente der Brüder sehr schnell als eine ausgelassene, fröhliche und ungewöhnliche Begebenheit.

Ausführlich werden die Besonderheiten der Savants beschrieben, ihr Leben und ihre Veranlagung. Besonders die sympathischen Benedicts wachsen dem Leser schnell ans Herz, man wünscht jedem Bruder die eigene Geschichte. Auch die Eltern sind mit ihren Fähigkeiten sehr interessant, Verborgenes und Verschüttetes im Leben Anderer zu finden garantiert Spannung. Je mehr man in ihr Leben eindringt, desto weniger möchte man es auch wieder verlassen. Es gibt noch so vieles zu entdecken, die Geschichte ist noch lange nicht zu Ende erzählt. Allerdings fehlt es dann auch ein bisschen an Tiefe, ein paar mehr Exkursionen über die magischen Fähigkeiten wären angemessener gewesen als die zu nichts führende OnOff Beziehung der Protagonisten. Auch Sally und Simon passen nicht so recht ins Bild, einerseits lassen sie Sky viele Freiheiten, andererseits führen sie sich als strenge Wachhunde auf, die für Sky kein Verständnis entwickeln. Man bekommt den Eindruck, sie wären noch nie jung und dumm gewesen. Nie vergessen darf man, dass es ein Jugendbuch ist, die Sprache ist zwar bildgewaltig und schön formuliert, doch dabei immer noch schlicht. Zuviel Aufmerksamkeit wird auf die Beziehung und den Seelenspiegel von Zed und Sky gelegt, wobei so manches Klischee bedient wird, inklusive der wirklich bösen Bösen.

Fazit

Typisches Verhalten Jugendlicher, eine Highschool, paranormale Fähigkeiten, wirkliche Böse und eine Romanze sind die Zutaten dieses Erstlings von Joss Stirling, was eigentlich recht gelungen ist. Aus ihrer Perspektive erzählt Sky von ihrem Leben, man fühlt mit ihr jegliche Stimmung nach, egal, ob Freude oder Trauer. Lediglich ihre Zickigkeit zu Zed ist später nervend, dafür überzeugt der junge Savant und besonders seine Familie. Bei sieben Brüdern dürfte es dann noch so einige Geschichten geben, bei dem angenehmen Stil ein wahrer Lesegenuss. Zwar nur eine weitere Jugendromanze, dafür aber eine fesselnde und relativ realistische.
Meine verwendeten Bilder habe ich entweder selbst erstellt oder sie kommen von dieser Seite

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