Dämonenkuss
Inhalt: Ein Dämon!
Eine dunkle Prophezeiung!
Eine unvorstellbare Liebe!
Von diesen drei Dingen ahnt Liz Carter noch nichts, als sie an diesem Morgen in Cambridge den Hörsaal betritt, wo ihr attraktiver Numerik-Professor mal wieder seine Studenten mit unmöglichen Aufgabenstellungen quält.
Nur Liz kann ihm dank ihrer außergewöhnlichen mathematischen Begabung regelmäßig die Stirn bieten, was den oft so cholerischen Professor Daniels zur Weißglut treibt.
Als sie aber kurze Zeit später auf dem Campus brutal überfallen wird, ist ausgerechnet er es, der sie rettet. Zumindest glaubt Liz, seine Gegenwart auf unerklärliche Weise wahrgenommen zu haben; denn eigentlich hat sie nicht mehr gesehen, als einen Schatten, der den Angreifer scheinbar mühelos davon schleuderte.
Um herauszufinden, was gerade wirklich passiert ist, muss sie sofort zu Professor Daniels. Doch als dieser ihr die Haustür öffnet, wirkt er seltsam verändert.
Trotz ihres mulmigen Gefühls, ist Liz sofort auf eine unerklärliche Weise fasziniert von ihm und tritt ein – ohne zu ahnen, wer da wirklich vor ihr steht...
Meine Meinung: Dank des Buchtitels ist ja eigentlich ziemlich klar wer da vor Liz steht. Subtil geht anders.

Nicht nur, dass die Geschichte sehr spannend ist und man sich, ebenso wie die Protagonisten, immer mal wieder fragt wie die Welt noch zu retten sein kann bei so schrecklich bösen Gegenspielern, nein, auch die Helden haben mir sehr gut gefallen. Für Liz fiel mir bis zum letzten Viertel immer nur die Bezeichnung "cool" ein. Sie ist keine Kick Ass-Heldin, die immer einen kessen Spruch auf der Lippe hat, Gott sei Dank nicht! Doch sie denkt sehr analytisch, sehr rationell - und sie tut was getan werden muss. Selbst wenn das bedeutet durch ein Dämonentor zu gehen hinter dem sie vielleicht sterben wird versucht sie ihren dämonischen Geliebten mit Worten wie "ich bin ein Mensch, irgendwann muss ich sowieso sterben" zu trösten. Also nicht, dass so ein Trost viel helfen würde *g*. Der arme Joshua hat einiges zu erleiden und ich habe mit den beiden mitgefiebert und mitgelitten. Die Autorin scheut sich nicht die Heldin foltern zu lassen und beschreibt ihre Qual und ihren Schmerz glaubhaft, ohne dass es sadistisch wirkt. Auch Liz' Zwiespalt, als klar wird was von ihr verlangt wird, um die Welt zu retten, ist anschaulich und auch wenn sie mich zu diesem Zeitpunkt mit ihrem wiederholten "Ich kann das nicht" extrem genervt hat ist dieser Charakterzug der Heldin von der Autorin doch konsequent ausgearbeitet worden.
Fazit: Eine spannende Geschichte, starke Helden, widerlich böse Antagonisten und ein wunderbares Happy End!
Meine Wertung:
5 von 5

